Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2235 von 4258:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
ein Anfänger in Sachen Brennen aus Thüringen bedankt sich auf diesem Weg für ihr sehr gelungenes und sehr aussagekräftiges Buch.
Mein erster Versuch ist auch prima gelungen, jedoch gibt es auch noch ein paar Fragen. Nun mit dem Maischen habe ich keine Probleme, ich habe in meinem Fall ca. 25 Liter Kirschpflaumenmaische mit Turbohefe und einer Zuckerzugabe von 7kg auf geschätzte 20% gebracht, sauberer Gärverlauf und krachsaure Maische am Ende lassen das vermuten. Diese Maische habe ich mit einer Anlage ähnlich Anlage 11 aus der Fotogalerie mit Thermometer an der höchsten Stelle Geistrohr ähnlich Anlage 34 verarbeitet . Sehr wenig Vorlauf 10-15 Tropfen, Edelbrand 80,5° bis 91° ca, 2.5 Liter mit fast 60% bei 20Grad gemessen, Nachlauf 91°bis 95° ca. 1,5 Liter mit immerhin noch fast 40% und allerdings mit deutlich geringerem Fruchtgeschmack. Bei 95 Grad haben wir abgebrochen, man hätte noch 2° länger machen können, da aus dem Nachlauf hochprozentiger Alkohol für einen Geist oder Rumtopf gemacht wird.
Nun meine Frage :
Laut Tabelle in Ihrem Buch sollte man aus ca. 2 Liter Maische mit 20% 650 bis 750ml Edelbrand und ca. 220ml Nachlauf erhalten. Auch wenn das Ganze ein dynamischer Prozeß ist kommen mir meine erzeugten Mengen etwas gering vor.
Was mache ich falsch, oder unterliege ich nur einem Denkfehler indem ich Ihre Tabellenwerte auf 25 Liter Maische hochrechne.
Sollte meine Anlage undicht sein?
Kessel und Dom mit Geistrohr waren nur zusammengesteckt, Ende Geistrohr ist mit Silikonschlauch mit dem Kühler verbunden, keine sichtbaren undichten Stellen.
Über eine Antwort und Analyse meiner Situation würde ich mich sehr freuen
Mit freundlichen Grüßen
W.K.


Wolfgang,K., Thüringen
15.Aug.2005 18:02:24


    Richtig, Ihre Mengen sind auch etwas wenig, der Alkoholgehalt etwas hoch, d.h. Sie haben die Destillation ein wenig zu früh beendet. Wenn die Anlage undicht ist, merken Sie das daran, dass Dampf austritt, das darf nicht sein. Prüfen Sie auf alle Fälle die Thermometermessung mit Wasser. Außderdem hat dieser Anlagentyp ein sehr langes Steigrohr mit Helm, d.h. für die Schnapsdestillation mit maximalen Aromaübetrag nur bedingt geeignet. Dies würde auch den relativ hohen Alkoholgehalt im Destillat erklären.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl