Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2346 von 4272:

Hallo!
Ich habe von einem professionellen Abfindungsbrenner erfahren, dass Kupfer als Innenmaterial für einen Brennkessel unbedingt erforderlich ist, da sonst ungewollte - gar gesundheitsschädliche - Stoffe in das Destillat kommen. Auch hat er erklärt, dass die Wandstärke des Kessel bei diesem Vorgang mit der Zeit abnimmt und ein Kessel von daher nicht ewig hält, sondern auch getauscht werden muss. Stimmt das?
Einer anderen Person, die in der chemischen Industrie tätig ist, habe ich davon berichtet. Sie war ganz überrascht, da Kupfer ein Schwermetall sei und sich im menschlichen Organismus anreichere.
"Das ist ja Lebensgefährlich"
Andererseits wird ja in alten Brauereien, auch in Kupferkesseln Bier gebraut. Löst sich dort evtl. das Kupfer bzw. Kupferoxid nicht ab?
Was ist denn da jetzt richtig?
Vielen Dank für Ihre Aufklärungsarbeit :-) !!!!!!!


Bernd, Dresden
26.Okt.2005 12:55:25


    Kupfer wird traditionell als Material für Brennanlagen verwendet, weil es in früheren Jahrhunderten noch kein Edelstahl oder Aluminium gab. Stimmt, Kupfer baut katalytisch gewisse organische Säuren und Ester ab. Allerdings geschieht dies in einem so geringen Ausmaß, dass in Wirklichkeit dieser Effekt kaum nachzuweisen ist. "katalytisch" bedeutet, dass dieses Metall die Abbaureaktion zwar beschleunigt, aber selbst nicht daran teilnimmt. Somit kann dadurch der Kessel gar nicht angefressen werden.
    Etwas ganz anderes ist der pH. Wenn dieser zu niedrig, also der Säuregrad der Maische zu groß ist, löst sich Kupfer langsam auf. Es bilden sich Kupfersalze (diese sind giftig!). Diese können jedoch nicht verdampfen. Somit: IM Kessel ist dies kein Problem. Ich weiß nicht was Ihr Kollege da so brennt, aber normalerweise sollten Maischen nicht so sauer sein, dass dies passiert. Geben Sie ihm doch den Tipp, sich ein wenig weiterzubilden und das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchzulesen. Darin ist dieser Sachverhalt sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich erklärt.

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