Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 235 von 4273:

Guten Tag, wir haben eine kleine 12 Liter Brennanlage (Inhalt des Topfes plus gewölbter Deckel) gemäß den Anleitungen gebaut. Alles funktionierte nach dem ersten Brennversuch optimal, nur der Geschmack stimmt nicht.
1. Verwendet wurden 7 Liter Faßwein aus Müller-Thurgau-Traube 11% eines renommierten Weingutes.
2. Vor- und Nachbrand wurden gemäß Temperaturmethode separiert, alles funktionierte wie bei Ihnen beschrieben.

Trotzdem schmeckt das Endprodukt nach Reduktion auf 40% brennend, stechend und gefühlsmäßig nicht einwandfrei. Sollten wir das Produkt überprüfen lassen ? Denken Sie, daß die Qualität des Ursprungproduktes (Schwefel o.ä.) für diesen Beigeschmack mit verantwortlich sein könnte?
Wir haben nun wie vorgeschlagen den Hauptbrand un d den Nachbrand einstweilen separat abgefüllt und hoffen, daß alles mit Ihrer Hilfe noch zum Guten gelingt

Liebe Grüße
s.M.


Siegfried Michaelis, Deutschland
20.Jan.2002 23:58:01


    Sie brauchen beim Wein keinen Vorlauf abzutrennen, wenn der Wein gemäß dem Lebensmittelgesetz auch verkauft werden darf. Also immer nur den Nachlauf abtrennen.
    Der brennende und stechende Geruch kommt, wie Sie bereits richtig vermuten, vom Schwefel (nahezu jeder Wein wird heutzutage geschwefelt). Das ist aber keine Problem, Sie können das einfach beheben. Nehmen Sie das Destillat und sprudeln Sie mit einem Schneebesen oder besser Handmixer kräftig Luft ein. Rühren Sie so kräftig, daß es schäumt und zwar 2-3 Minuten. Danach ist der Schwefel ausgetrieben (zum Glück ist die schwefelige Säure leicht flüchtig) und auch der stechende Geruch ist weg.
    P.S.: Sie können für die Geistherstellung auch billigen Wein verwenden, das ergibt bezüglich Qualität keinen Unterschied. Schade um den guten Wein, den trinken Sie besser ohne ihn vorher zu destillieren.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl