Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2469 von 4254:

Ich habe mit meiner Anlage (Schmickl Deluxe) schon diverse Geiste destilliert und sehr gute Qualitäten erzielt. Nun machte ich mich daran Zuckerwasser mit Turbohefe zu vergären was auch gut gelang. Das Destillat dieses dekantierten Zuckeransatzes war jedoch blau und roch nach Ammoniak. (Die Blaufärbung ist offensichtlich ein Kupfertetraminkomplex und nicht Grünspan) Ist es möglich dass sich Aminosäuren aus den abgestorbenen Hefen während dem Aufheizen zersetzen und Ammoniak freisetzen? Falls ja, wie verhindere ich das? Falls nein, was könnte der Grund sein? Und wie soll ich meine Anlage reinigen?

Spiritus Rector, im Glockenboden
04.Mär.2006 16:02:05


    Wenn es nach Ammoniak riecht ist der Kupfertetraaminkomplex durchaus ein plausible Erklärung für die Blaufärbung. Es ist jedoch überhaupt nicht normal, dass beim Gären Ammoniak entsteht, bzw. Substanzen, die sich beim Kochen zu Ammoniak zersetzen, auch bei den Aminosäuren der abgestorbenen Hefen ist dies nicht der Fall. Bei einer "normalen" Gärung tritt dies nicht auf, auch nicht bei Turbohefe. Hier dürfte beim Gären etwas schiefgelaufen zu sein. Was genau können wir aus der Ferne leider auch nicht beurteilen.
    Die Anlage mit einer heißen (fast kochenden) Zitronensäure-Lösung (ca. 100 g je Liter) reinigen, anschließend gründlich mit Geschirrspülmittel und sehr viel Wasser durchspülen und dann einmal mit Wein destillieren und das Destillat verwerfen.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl