Fachfragen zum Schnapsbrennen



Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Diskussion
Rezepte
Fotogalerie
Berechnungen
   Verdünnen
   Mischen
   Zucker Alkohol
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 249 von 4278:

Sehr geehrter Dr. Schmickl,
habe Ihr Buch als Brennlaie mit Gewinn gelesen. Danke für die Klarheit im Erklärungs- und Begründungszusammenhang! Hätte zwei Fragen, die auch gern andere Leser beantworten können:
1. In Abschnitt Brennen des Angesetzten empfehlen Sie, den Angesetzten auf 25%vol zu verdünnen und dann zu Brennen. Was bringt das? Der Angesetzte verliert durch das Brennen seine hübsche Farbe. Was genau gewinnt er?
2. In Abschnitt Multitopf 15 Liter für Bastler führen Sie aus, das Wunderding erfülle alle Erwartungen. Der Druckkochtopf hat einen lebensmitteltauglichen hitzebeständigen Dichtungsring aus Kunststoff, ohne den er nicht dicht ist. Liegen Ihnen - oder einem Leser - Erfahrungen vor, nach denen vom Dichtungsring des Multitopf keine nennenswerten Geschmacksbeeinträchtigungen (heisser Alkoholdampf!) oder sonstigen nachteiligen Folgen ausgehen?
Gruss
JoJo Schwartz
Andorra


JoJo Schwartz, Andorra
21.Feb.2002 22:43:49


    Es freut mich, daß Ihnen das Buch gefallen hat.
    ad 1: Sie können natürlich die meisten Angesetzten auch direkt, ohne zu Destillieren, trinken. Viele jedoch wünschen keine Farbe im Destillat, das ist z.B. ein Hauptgrund, warum Angesetzte meist destilliert werden. Im Gegensatz dazu ist bei harzigem/bitterem Ansatzgut wie z.B. Nüsse oder Zirbenzapfen eine Destillation notwendig. Der Ansatz selbst schmeckt viel zu bitter bzw. harzig, erst durch das Brennen kommt der Geschmack in der richtigen Nuance hervor. Ansätze mit Früchten, Kräutern usw. sind auch undestilliert hervorragend. Vor dem Destillieren ist es nicht unbedingt notwendig zu verdünnen. Brennen Sie bei Trinkstärke (ca. 40%vol), das Destillat hat dann ca. 66-71%vol, welches Sie anschließend wieder auf Trinkstärke verdünnen.
    ad 2: In einem Multitopf handelt es sich um graue bzw. schwarze Gummidichtungen, hier kommt es zu keiner Geschmacksbeeinflussung. Mehr Vorsicht ist bei den orangen Gummis geboten. Der Dichtungsring selbst ist weiters dem Dampf nicht besonders stark ausgesetzt, anders sieht es da beim Thermometer aus, wo der gesamte Dampf immer anstößt und vorbeiströmt. Hier unbedingt chemikalienresistente Produkte wie Silikon verwenden.

<<< Eintrag Nr. 250 Eintrag Nr. 248 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN

Design und Implementierung:
Helge Schmickl