Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2769 von 4273:

Hallo,
als Anfänger mit einer Reflux habe ich nach den ersten Brennversuchen u.a. folgende Fragen:
1. Ich habe immer wieder Probleme mit dem Anbrennen der Maische (Zwetschge). Mittlerweile fange ich das Destillat nach und nach in getrennten Behältern auf, um nicht den gesamten Brand verwerfen zu müssen (Reinigung mit Aktivkohle und nochmaliges Brennen). Zu dem gelieferten Anbrennschutz (dieser ist aufgefaltet 29 cm breit, das Fass jedoch mind. 30 cm) habe ich mir dünnmaschiges Edelstahlgitter besorgt und unter und über den Anbrennschutz in den Kessel gelegt. Es ist zwar etwas besser, aber ein bißchen brennt immer noch an. Auch bei der Brenntemperatur fahre ich fast ausschließlich auf der kleinsten Einstellung (es handelt sich um einen Hockerkocher 40x40cmm, 544g/h bei 7,5 kw; er hat insgesamt 7 x 20 kleine kreisförmig angeordnete Flammen). Als erstes fülle ich immer die flüssige Maische ein und dann erst die festeren Bestandteile. Was kann ich noch machen, um Anbrennen zu vermeiden? Hilft evtl noch ein Leinenbeutel für die festeren Bestandteile?
2. Wie ist das mit der Temperatur? Zwischen Vor- und Mittellauf klappt es recht gut abzutrennen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt schon bis zum Nachlauf geschafft habe. Ich brenne mit Vorlage und bisher hatte das Destillat in der Vorlage noch nicht annähernd 50 %. Meistens habe ich schon bei 60 - 65 % abgeschaltet, weil die Temperatur schon auf 93 Grad war. Soll man bei 91 Grad oder sogar früher aufhören, egal wie hoch der Alkoholgehalt in der Vorlage ist oder sollte man solange - egal welche Temperatur erreicht wird - weiterbrennen, bis das Destillat in der Vorlage 50 % hat? Die Destillation eines Brandes hat dennoch bisher immer mind. 10 Stunden gedauert. Ist das normal? Hängt damit vielleicht auch das Anbrennen zusammen?


Zackzick, Mitte
23.Jan.2007 15:23:33


    ad 1: Sie sollten sich einen neuen Anbrennschutz bauen, der den gesamten Kessel ausfüllt. Leinenbeutel ist keine schlechte Idee.
    ad 2: Refluxanlagen haben einen anderen Temperaturverlauf als Potstills. Im Gegensatz zur Potstill bilden sich Stufen, an denen Sie deutlich erkennen können, wo Vor- bzw. Mittellauf zu Ende sind. Wie deutlich diese Stufen ausgebildet sind, hängt von der Trennleistung der verwendeten Kolonne ab. Je höher bzw. je mehr theoretische Böden, desto deutlicher die Stufen. Daher kann man hier auch keine pauschalen Angaben machen, da dies bei jeder Reflux anders ist. Machen Sie doch einen Testbrand, wobei Sie die Temperatur gegen die Zeit bzw. Durchflussmenge grafisch auftragen, dann sollten Sie die Stufen erkennen.
    ad 3) Das Anbrennen hat nichts mit der Brenndauer zu tun. Wielange eine Destillation (sinnvollerweise) dauern sollte, hängt von der Menge des Kesselinhalts ab.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl