Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2919 von 4258:

Grüß Euch!
Ich komm nun eher aus der Wein-Fraktion und möchte mich nun auch dem Schnaps brennen widmen.
Grund: Ich hab einfach viel zuviel Obst, das ich nicht zu Wein verarbeiten kann.
Das wären Birnen, Ringlos, Zipperl usw...
Vom Wein her bin ich bestens bewandt mit den verschiedenen Weinhefen, Nachzuckern, Abziehen und Restsüße einstellen usw...
Ich hab mir mit den letzten Weinhefen auch eine "Brennerhefe" bestellt. Ich vermute mal, dass das eine relativ Geschmacksneutrale highalk Hefe, ähnlich der Turbohefe sein wird...
Nun hab ich beim Stöbern in diesem Forum schon teilweise gefunden, dass hier nachzuckern und hochtolerante Hefen gar nicht unbedingt zum Brennen empfohlen werden...
Warum is das denn so? beim Wein is Nachzuckern doch auch hilfreich, wenn man sich nicht mit 6%igen Wein begnügen möchte...
Turbohefe = Aromaschleuder?
Ich mach meine Weine vorwiegend mit Portwein, Steinberg, Malaga usw...
Darf man eigentlich die Maische ohne abzupressen (beim wein nach ca. 1 Woche) mitbrennen?
Hefe ohne abziehen auch mitbrennen oder is dem Aroma nicht dienlich?
Gruß
Da Sauschädl


Sauschädl, Bayern
08.Aug.2007 21:59:09


    Nein, "Brennhefe" ist keine Turbohefe. Brennhefe geht, wie "normale" Weinhefen, bis max. ca. 13%vol.
    Jede Hefe kann im Brand Hefegeschmack erzeugen, wenn diese falsch eingesetzt wird. Bei der Turbohefe sollten Sie vorallem auf folgende Punkte achten: 1 Pkg reicht für ca. 100 Liter Maische, Umgebungstemp. beim Gären nicht höher als 19°C, NACH dem Gärprozeß die Maische zumindest 4 Monate lagern (je länger umso besser). Wegen dem hohen Alkoholgehalt kann die Maische, im Gegensatz zu herkömmlichen Maischen mit niedrigem Alk.gehalt, nicht verderben. Sehr detaillierte Beschreibungen diesbezüglich finden Sie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby". Wenn u.a. diese Punkte beachtet werden, ergibt sich mit Turbohefe ein sehr intensives, fruchttypisches Aroma im Brand, welches mit herkömmlichen Hefen nicht erreicht werden kann.

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