Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3178 von 4273:

Ich hab da mal eine Fachfrage:
Nebengeschmack, Aroma im Destillat durch Turbohefe?
Habe 25 Liter Zucker+H2O Maische vergoren mit Turbohefe (Prestige 8 kg Turbo Allround-Turbohefe). Wunderbar soweit, CO2 trieb so gut wie nicht mehr aus dem Gährspund aus. Also nix wie Destillieren. Destillationsanlage: xx Liter Rundbehälter mit Flachboden,Kühler mit Dephlegmator.
Vorlauf bei ca 70-73 Grad verworfen ca. 5 ml
Ausbeute danach 1,5 Liter Brand mit ~ 75 %, bis 88 Grad destilliert.
Problem Destillat riecht komisch nicht sprittig sonder fast blumig, Pflaume, Strohartig. Kommt das von der Turbohefe?
Ziel war es einen reinen Alkohol wie Primasprit hin zu bekommen um mal auf die schnelle noch einen Eierlikör zu produzieren. Aber das Aroma kann ich nicht übertünchen. Voll in die Hose gegangen hab dann Vodka dazu genommen aber generell würd mich mal interessieren was mein Fehler war.
Hab da Zeug noch und bin am überlegen es mit Aktivkohle zu probieren oder nochmal abzudestilieren voher natürlich mit Wasser verdünnen. Vielleicht kennt ja einer das Problem bei Zuckermaische mit Turbohefe, das man dann im Destillat son komischen Geruch hat. Danke im Vorraus für eure Tipps und frohe Festtage
Der Hamburger


Der Hamburger, Nord
23.Dez.2008 22:14:23


    Nein, das hat mit Turbohefe überhaupt nichts zu tun. Dieser Geschmack tritt bei jeder Hefe auf wenn zu früh gebrannt wird. Warum wird dieser Effekt dann häufig der Turbohefe zugeschrieben? Weil die Gärzeit bei hochgradigen Maischen viel länger ist als bei herkömmlichen Maischen mit wesentlich geringerem Alkoholgehalt.
    Um dies zu vermeiden: hochgradige Maischen (auch reine Zuckerwasser-Maischen) zumindest 4 Monate nach Gärende lagern. Wenn es im Gärspund scheinbar nicht mehr blubbert ist die Gärung noch NICHT zu Ende! Erst wenn sich die Trübstoffe deutlich abgesetzt haben und beim Umrühren die Maische nicht mehr schäumt. Herkömmliche Maischen (ohne Turbohefe) maximal 1-2 Monate lagern vor dem Brennen, weil diese nicht haltbar sind, Stichwort Essigbildung usw.
    Mit Aktivkohle lässt sich dieser Geschmack leider nur mit relativ großem Aufwand vollständig entfernen.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl