Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3369 von 4273:

Guten Tag Herr Schmickl,
ich habe von meiner Mutter 2 Liter angesetzten Schlehenschnaps bekommen. Er hatte einen Alc.gehalt von ca 45%. Der Ansatzballon, war etwa mit 1/3 Beeren gefüllt. Ich hatte ca. 750 ml Alc. erwartet. Die Ausbeute belief sich beim Brennen in einer Potstill, auf 70% laut Messung und einer Menge von 600 ml. Bei 91 Grad, habe ich dann den Nachlauf abgetrennt. Bis zu ca. 93 Grad, hatte der Nachlauf noch über 40% und der erste Teil, ließ sich sogar noch ohne Probleme mit einem Feuerzeug entzünden.
Nun meine Frage. Kann man den Nachlauf in der Menge grob einschätzen? %? Oder gibt es je nach Ausgangsmaterial mehr oder weniger Nachlauf?


oberpfälzerbuh, Kartoffelgau
02.Jan.2010 19:31:51


    Dass der Nachlauf noch immer 40%vol hat, ist doch ein wenig zu hoch, Sie sollten die Temperaturmessstelle überprüfen: wie im Buch angegeben, am höchsten Punkt wo ungekühlter Dampf noch hinkommt, Thermometer ca. 8-10 min in kochendes Wasser halten, es sollte ca. 98°C anzeigen. Die Menge und Konzentration vom Destillat (ohne Nachlauf) ist jedoch in Ordnung, wenn bei unseren Seminaren ein Angesetzter destilliert wird (potstill, ca. 45-50%vol im Kessel), hat das Ergebnis ebenfalls so um die 70%vol.
    Zu Ihrer Frage: stimmt, Nachlaufmenge ist nicht immer gleich, im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" auf Seite 80 ist eine Tabelle mit den jeweiligen Nachlaufmengen angegeben.
    Ethanol anzünden: da gibt's einen alten Trick um zu zeigen, dass der Flammpunkt nicht nur vom Alkoholgehalt, sondern auch von der Temperatur abhängig ist: Finger in Alkohol mit ca. 35%vol tauchen, anzünden, Alkohol brennt! Sie werden sicher nicht vergessen die Flamme sofort wieder auszublasen, sonst wird's ein wenig warm... Der Alkohol brennt am Finger wegen der Körperwärme. Der selbe Alkohol (35%vol) lässt sich auf einem Teller jedoch nicht entzünden, weil zum Entzünden zu kalt.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl