Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3528 von 4267:

Habe einen Marillenfeinbrand mit ca.64%vol 5 Jahre in Glasflaschen (25 l) gelagert. Beim Feinbrennen habe ich genau auf Vor- und Nachlauf geachtet. Beim Verdünnen habe ich das Problem, dass bei 41 Vol% der Brand noch immer "scharf" beim Abgang schmeckt. Aroma und Geruch sind OK.
Was kann ich dagegen tun???
D A N K E


Franz Leskovich, Ostösterreich
15.Dez.2010 10:04:25


    Fünf Jahre ist eine lange Zeit. Waren die Flaschen ganz voll? Besser wäre nur 2/3 gefüllt und so lagern, dass sie den saisonalen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Siehe auch Eintrag Nr. 3525.
    Ich vermute, dass die Maische wild vergoren wurde, sonst dürfte der Brand nach 5 Jahren nicht mehr scharf schmecken. Auch wenn bei wild vergorenen Maischen der Vor-/Nachlauf nach allen Regeln der Kunst abgetrennt wird, ergibt sich zwangsläufig immer ein markanter (scharfer) Geschmacksfehler. Dies macht solche Brände auch so unverwechselbar im negativen Sinn, egal welche Obstsorte. Beim nächten mal sollten Sie daher beim Einmaischen so vorgehen wie im Buch sehr ausführlich beschrieben. Egal ob herkömmlich oder hochgradig. Jedenfalls mit Reinzuchthefe, Säureschutz, Gärspund usw.
    Wenn die Maische nicht wild vergoren wurde, ist beim Gären irgendetwas schief gelaufen.

    Um die Schärfe jetzt weg zu bekommen können Sie nur noch experimentieren, weil Lagerung nichts gebracht hat. Z.B. mit einem elektr. Stabmixer, Milchaufschäumer o.ä. den Schnaps einige Minuten je Liter intensiv schäumend mixen. Probieren Sie es vorerst mit einer kleinen Menge aus, es sollte ein deutlicher vorher-nachher-Unterschied bemerkbar sein. Oder mit einer Aquariumluftpumpe, Silikonschlauch und Bimsstein ca. 24 Stunden lang Luft durch den Schnaps blubbern lassen (bei Kellertemperatur).

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl