Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3633 von 4301:

Hallo Herr Dr.Schmickl,
ich habe in einem Versuch 4 Liter Williamsmaische ohne Zucker mit ca. 9% gebrannt. Den Vorlauf habe ich abgetrennt, und dann habe ich bis 93°C destilliert (normal bis 91°C). Das Ergebnis war mit 49% erbärmlich wenig. Auf 42% Trinkstärke eingestellt ergab es genau 220ml Schnaps. Aber mit einem sagenhaften nicht vorstellbaren Williams-Aroma.
1. Wenn ich doppelt brennen würde, bekäme ich dann mehr Ausbeute?
2. Bis zu welcher Dampftemperatur wird dann das erste mal gebrannt?
3. Kann ich beim zweiten mal brennen das Rohdestillat mit Destillierten Wasser verdünnen weil ich nicht mehr Maische habe, um den Kessel wenigstens halb zu füllen? (4-Liter-Anlage aus Glas) Dampftemperatur Nachlauf dann auch bei 91°C?

Gruß aus Franken und besten Dank im voraus


A.Köller, Bayern
01.Nov.2011 21:28:52


    ad 1 + 2) Ja, weil dann beim Rohbrand nur sehr wenig bzw. gar kein Nachlauf abgetrennt wird. D.h. bezüglich Dampftemperatur um einiges höher als 93°C. Der Alkoholgehalt im Rohbrand ist üblicherweise kleiner als 30%vol, nicht 49%vol. Sonst ist die Ausbeute, wie Sie auch schreiben, "erbärmlich wenig". Für gewerbliche Brenner daher nicht sinnvoll.
    ad 3) NEIN, auf KEINEN Fall! Durch Verdünnung mit Wasser IM Kessel ergeben sich erhebliche Aroma- und Geschmacksverluste! Siehe Eintrag Nr. 3630. Prinzipiell ist es jedoch richtig, dass (im Gegensatz zum Rohbrand) beim Feinbrand der Nachlauf auch entsprechend abgetrennt wird. Ein halb gefüllter Kessel führt jedoch ebenfalls zu Aroma- und Ausbeuteverlusten. Daher werden üblicherweise mehrere Rohbrände durchgeführt, um soviel Destillat zusammen zu bekommen, dass beim Feinbrand der Kessel auch möglichst voll ist. Oder beim Feinbrand einen kleineren Kessel verwenden. In Ihrem Fall würde ich überhaupt nichts mehr tun, außer Schnaps verdünnen, eventuell lagern (oder umgekehrt) und genießen.

<<< Eintrag Nr. 3634 Eintrag Nr. 3632 >>>
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Design und Implementierung:
Helge Schmickl