Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 365 von 4254:

Wie ist das mit dem Nachlauf?

Ich sammle ihn in einem Gefäß mit Aktivkohle. Wird das, was den NL grauslig macht dabei eigentlich auch gefressen oder nur die Geschmackstoffe der verschiedenen Rohmaterialien?
Sollte die Aktivkohle den NL gänzlich neutralisieren, könnte man ihn ja gleich wieder als Ansatzschnaps oder Likörbasis verwenden, nachdem man die Kohle rausgefiltert hat. Oder muss man den NL nochmals Brennen und abtrennen, vor der Weiterverwertung?
Was ist, wenn ich dann den NL vom NL vom NL immer wieder aufhebe, brenne und abtrenne. Hab ich die Fuselöle nicht irgendwann auch im Mittellauf vor 91Grad Celsius drinnen?


Peter, Ö
25.Sep.2002 15:12:41


    Das, was den Nachlauf so grauslich macht, wird von der Kohle adsorbiert, d.h. ähnlich einem Schwamm aufgesaugt und dann ganz fest gehalten. Es handelt sich hierbei um Aromastoffe, die durch das Aufheizen zerkocht wurden, also keine giftigen Substanzen, sondern nur geschmacklich ungenießbar.
    Sie können die Kohle einfach abfiltrieren, das ist auch möglich. Bedenken Sie aber, daß der gesammtelte Nachlauf einen geringen Alkoholgehalt hat und somit zum Ansetzen nicht verwendet werden kann, daher destilliert man.
    Wenn Sie nach der Kohlebehandlung destillieren, so sollten Sie diesen Nachlauf nicht wiederverwerten, sondern verwerfen. Wird der mit Kohle behandelte 'Edelbrand' zum ansetzen o.ä. verwendet, so kann der daraus resultierende Nachlauf natürlich wieder mit Kohle geschmacklos gemacht werden. Die Fuselöle kommen immer erst ab 91°C, vorher tut sich nichts, die Temperatur bleibt für die verschiedenen chemischen Substanzen immer gleich.

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