Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3768 von 4280:

Hallo Herr Dr.
Habe von meinem Schwiegervater in Slowenien eine tolle Brennanlage (60 L) bekommne, zu der auch ein Anbrennschutz aus Kupfer gehört. Dem traue ich aber nicht so recht, obwohl es scheinbar der Stnadard zumindest in Slowenien ist und ich einige andere Kenne die das gleiche Teil verwenden. Das Ding sieht ungefähr aus wie ein auf dem Kopf stehender Trichter, dessen Untertgeil (Boden) leicht nach oben gewölt ist, so dass sich mit der Wölbung des Kessel ein leicht Ei- oder Elipsenförmiger Hohlraum entsteht. Dieser Boden ist durchlöchert damit die Flüssigkeit durchlaufen kann und der Dampf entweichen kann. In der Mitte ist ein ca. 30 cm hoher Zylinder (Durchmesser etwa 8 cm) aufgelötet, wie eine Art Kamin, der ebenfalls durchlöchert ist. So weit forstellbar? (ich versuche noch Fotos auf die Seite zu laden wenn ich Zeit habe...).
Meine Sorgen:
1. Bei einer dickflüssigen, breiigen Maische läuft evtl. nicht genug Flüssigkeit in den Hohlraum unter dem Anbrennschutz - und selbst wenn, ist meine Sorge, das diese schneller erhitzt wird als der Brei darüber und durch den Kamin wunderbar nach oben enweichen kann. Dadurch entsteht doch früher oder später ein ungefüllter Hohlraum und die restliche Maische wird nicht mehr richtig erhitzt?
2. Problem: dadruch das die Flüssigkeit unter dem Anbrennschutz wie in 1. beschrieben als erstes erhitzt wird und in Form von Alk.-Dampf entweicht wir die Maische ungleichmäßig erhitzt. Hier besteht doch die Gefahr das man Vorlauf abtrennt, sich dann vermeintlich im Mittellauf befindet und dann erst irgendwann später die breiige Maische über dem Anbrennschutz in den kritischen Bereich kommt und so soager der Großteil des Vorlaufs im Edelbrand landet.
Bestätigt wird meine annahme dadruch, dass wenn ich des Kessel bis über den Anbrennschutz fülle, am Ende des Druchlaufs rund um den "Kamin" eine kleiner Krater entstanden ist, d.h hier vermehrt Alkoholdampf entwichen ist.

Offenbar ist diese Form des Anbrennschutzes weit verbreitet und deshalb sind meine Vermutung evtl. auch unbegründet. Auf der anderen Seite sehen es viele "Alte" und scheinbar erfahrene Brenne auch nicht so streng mit Vor- und NAchlauf. Haben wir schon immer so geamcht...

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Franky


Franky_begood, Slowenien
12.Nov.2012 08:58:37


    ad 1) Gemäß Ihrer Beschreibung kann ich mir vorstellen, dass das Ding bei "normalen" Maischen durchaus funktionieren sollte. Mit "normal" sind z.B. unfiltrierte Zwetschken- oder Apfelmaischen gemeint. Sollten noch zumindest einige cm große Fruchtstücke enthalten sein, am besten die Maische mit einem Bohrmaschinen-Rühraufsatz (Baumarkt, Farbenabteilung) intensiv mixen. Wenn es dann immer noch zu Teigartig sein sollte (kann ich mir jedoch nicht wirklich vorstellen), dann zuerst Flüssigkeit in den Kessel einfüllen, darüber dann die Maische. Wenn möglich, einen Teil der Maische filtrieren und das Filtrat dann als Flüssigkeit verwenden. Oder, weil Maische zum Filtrieren zu fest, geschmacksneutralen Alkohol mit geschätzt dem gleichen Alkoholgehalt unten einfüllen.
    ad 2) nicht nur aus dem von Ihnen genannten Grund ist es daher wichtig, langsam (!) zu destillieren, die Heizleistung also so einstellen, sodass der Kesselinhalt zwar kocht (sonst entsteht kein Dampf bzw. Schnaps!), aber so gering wie möglich. Ebenso würde ich bei dieser Kesselgröße und ohne Rührwerk nur langsam aufheizen bis es kocht.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl