Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3787 von 4267:

Hallo, ich habe mal eine Frage.
Meine Handballkumpels und ich keltern schon seit 6 Jahren und trinken dann immer unseren eingelagerten Apfelwein.(ca. 1000 Liter)
Jetzt wollen wir einen Teil ca. 120 Liter zu einer Brennerei bringen und einen Apfelschnaps einlagern.
Wieviel bekommen wir da raus?
In was sollten wir es lagern, Holzfass, Glasballon?
Habe gehört, dass man in einem bereits belegten Holzfass (Eiche)-(Whiskey) einen guten Geschmack bekomme, allerdings ist spielt hier Oberfläche im Fass in der der Schnaps liegt auch eine Rolle, da der Schnaps sonst scharf werden kann.
Könnte Ihr mir helfen?


Weber Andreas, Aschaffenburg
16.Jan.2013 17:13:44


    ad 1) Hängt vom Alkoholgehalt und vom Brenngerät ab. Annahme der Apfelwein hat ca. 6%vol, daraus ergibt sich folgende theoretische Ausbeute, berechnet auf 40%vol Alkohol: 120/100*6 /40*100 = 18 Liter Apfelweinbrand mit 40%vol. Da jedoch Verluste auftreten, Nachlauf entsteht, der Rest im Kessel nach dem Brennen auch noch Alkohol enthält usw. Wird die praktische Ausbeute grob geschätzt ca. 10 bis 12 Liter betragen.
    ad 2) beides ist möglich und sinnvoll
    ad 3) Sorry, verstehe Frage nur teilweise. Der Schnaps wird nicht durch das Lagern im Holzfass scharf, es ist genau umgekehrt: dadurch wird ein scharfer Schnaps milder, je länger die (jahrelange) Lagerung dauert, umso stärker dieser Effekt. Wird ein Fass verwendet, in dem vorher schon z.B. Wein oder Whiskey gelagert wurde, nimmt die neue Füllung diesen Geschmack teilweise auch an, was normalerweise durchaus erwünscht ist. Die Holzoberfläche wirkt sich auf die Verdunstung aus: im Lauf der Jahre verdunstet durchs Holz hindurch ein Teil vom Alkohol und andere flüchtige Bestandteile, wodurch der eingelagerte Schnaps mild wird, je größer die Oberfläche, desto mehr verdunstet.

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