Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 38 von 4258:

Hallo, Herr Dr. Schmickl,
nachdem ich seit etwa 3 Jahren ein Haus mit sehr vielen Obstbäumen (Zwetschge, Sauerkirsche, Pfirsich) besitze, mache ich mir Gedanken zu einer sinnvollen Verwendung des vielen Obstes. So habe ich letztes Jahr zum ersten mal ein Fass mit Zwetschgenmaische zum Brennen gebracht. Nachdem ich heute Ihr Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, bin ich erst einmal entsetzt, was ich alles falsch gemacht habe. Trotzdem ist mein Schnaps wirklich phantastisch geworden (finde ich...). Ein paar Fragen bleiben aber auch nach der Lektüre Ihres Buches noch offen:
1. Kann es sein, dass der Schnaps nach dem Brennen eine gewisse Ruhezeit braucht, um sein volles Aroma zu bekommen? Ich hatte den Eindruck, dass der Schnaps direkt nach dem Brennen sehr rauh geschmeckt hatte.
2. Dass das Nachzuckern zu mehr Alkohol führt ist soweit klar. Nun ist das aber in Deutschland meines Wissens gar nicht erlaubt. Wie bekomme ich eine Maische mit 20% Alkohol gebrannt, ohne ein Fall für den Zollbeamten zu werden? Das in Ihrem Buch durch den höheren Alkoholgehalt beschriebene stärkere Aroma möchte ich mir nicht entgehen lassen.
Im voraus vielen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen

Kai Uwe Stark


Kai Uwe Stark, Saarland
26.Sep.2000 23:13:13


    ad 1.: Wenn der Schnaps nach dem Brennen abgekühlt ist, verändert sich sein Geschmack nicht mehr, wenn er in inerten Gefäßen wie Glas aufbewahrt wird. Lagern Sie ihn in einem Eichenfaß (wie Whisky), so kommt es zu einer Veredelung. Sie sollten aber niemals Plastikgefäße verwenden, da bei diesen Weichmacher und andere Chemikalien durch den Alkohol herausgelöst werden können.
    ad 2.: Das Nachzuckern von Maische ist für gewerbliche Schnapsbrenner verboten, da sonst der Zoll den Alkoholgehalt nicht mehr berechnen kann. Für private Zwecke (im erlaubten kleinen Maßstab, ohne Meldepflicht) trifft dieses Verbot nicht zu.
    P.S.: Denken Sie daran, das die Kerne von Steinobst giftige Substanzen enthalten. D.h. den Großteil der Kerne vor dem Brennen entfernen. Beim Einmaischen Kerne NICHT zerstören.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl