Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3919 von 4254:

Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl!
Ich versuche Whisky herzustellen. Dazu habe ich getorftes Malz verwendet. Die Würze/Maische hat noch sehr angenehm gerochen. Nach der Gärung (mit Brennmaische Hefe von Arauner, plus Nährsalztabletten) hat es den angenehmen Geruch verloren. Ist das normal, oder liegt das evtl am Torf?
Weil ich mit nicht sicher war ob ich eine saubere Gärung hatte habe ich den (doppelt, und sehr langsam) gebrannten Whisky mit zur Schule genommen und habe im Chemie Labor die Methanol Probe mittels Borsäure gemacht. Die Flamme hatte einen deutlichen grünen Saum. Der Kern der Flamme war gelb/blau.
Zum vergleich habe ich noch eine Probe gemacht, mit reinem Ethanol aus dem Labor. Diese Flamme hatte allerdings ebenso einen grünen Saum!
--> Wie ist die Flammenfärbung zu interpretieren?
Sind geringe Mengen Methanol im Schnaps, oder ist möglicherweise der "reine" Ethanol aus dem Labor verunreinigt?
Beste Grüße
Meyer


Meyer, SchleswigHolstein
16.Jan.2014 17:38:44


    Die Geruchsveränderung ist auf die Gärung zurückzuführen. Wahrscheinlich hat es den angenehmen Geruch ausgeblasen wegen zu heftiger Gärung. Das nächste mal langsamer gären lassen, nicht zu warm, bei ca. 15 bis 19°C Umgebungstemperatur.
    Flammenfärbungen sind in solchen Fällen leider sehr unzuverlässig. Bereits geringste Verunreinigungen führen zu einer Verfärbung, wie z.B. ein Fingerabdruck. Aussagekräftig sind solche Tests eigentlich nur bei anorganischen Materialien, die mittels einer speziell gereinigten Öse aus Platin in eine farblose Gasflamme gehalten werden.
    Aber natürlich kann der Ethanol auch geringfügig verunreinigt gewesen sein, wenn die Flasche für jedermann zugänglich war. Leider wird oft etwas entnommen und ein Teil dann wieder zurück geschüttet, weil doch nicht alles benötigt wird. Daher eine wichtige Regel: in das Vorratsgefäß nie wieder etwas zurück schütten, auch wenn es "schade drum" ist.

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