Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3949 von 4328:

Guten Morgen Herr Dr. Schmickl,
habe ca. 2x4 Ltr. Obstmaische ( Äpfel u. Birne ) gebrannt. Ergebnis war ca. 1660 ml. 64 %
Alkohol. Geschmack und Aroma gut.
Die Hälfte - also ca. 830 ml habe ich auf 41 % mit destiliertem Wasser verdünnt, die andere Hälfte wollte ich unverdünnt lagern. Der verdünnte Anteil wurde trüb, schmeckte wässrig und hatte kaum Aroma.
Ich entschloss mich, beide Teile wieder zu mischen.
Und siehe da - das Zeug wurde wieder glasklar und hatte Geschmack und Aroma. Habe nun ca. 52 % Obstler.
Hier einige Angaben:
- Maische aus frisch gepressten Äpfeln und Birnen(also reiner Saft mit einigen Schalenanteilen)
- entsprechend aufgezuckert bis ca. 20 %
- Biogen -M, und etwas Verflüssiger
- Gärung verlief normal
- Kessel mit 4 Ltr. befüllt, bis zum Rand waren noch ca. 2 cm Platz.
- kaum Vorlauf, Nachlauf abgetrennt bei ca. 91,5 Grad.
Nun meine Fragen:
Wie kam die Trübung zustande ?
Warum wurde das Destillat wieder klar nach der Zugabe des unverdünnten Alkohols ?
Soll ich den Versuch noch einmal starten, das
52 % prozentige Gesamtprodukt auf 42 % zu verdünnen.
Vorab vielen Dank für Ihre Antwort
MFG


Zappenduster, eu
16.Mär.2014 10:07:53


    Durch Inhaltsstoffe die mitverdampft sind, im Alkohol löslich, aber nicht im Wasser. Daher: je geringer Alkoholgehalt, desto stärker die Trübung. Kann mit Faltenfilter "fein für Weine und Spirituosen" abfiltriert werden: dazu Destillat auf Trinkstärke verdünnen, ca. 2 bis 3 Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen, dann mit zwei ineinander gesteckten Filtern filtrieren. Nicht gleich nach dem Verdünnen, dann kommt's zu Nachtrübungen. NICHT Kühlschrank oder schlimmer Tiefkühlschrank. Dadurch verstärkt sich die Trübung (je kälter, desto weniger löslich), da dies jedoch auch Aromastoffe sind, ist dies aus geschmacklicher Sicht nicht wirklich sinnvoll.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl