Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 3969 von 4258:

Hallo Herr Schmickl,

Zunächst einmal vielen Dank für Ihr tolles Buch!
Motiviert von den gut verständlichen Beschreibungen habe ich nach der Lektüre auch gleich meine erste Maische angesetzt. Leider ging in der Praxis dann doch alles etwas anders.
Nun bin ich etwas verunsichert und hoffe auf Ihren Rat.

Ich habe eine Kirsch-Maische aus:

ca. 20 Litern Fruchtbrei
ca. 1 Liter Wasser
40 g Turbohefe
Verflüssiger und Biogen-M nach Herstellerangaben
und 2,6kg Zucker (ein Drittel von 7,8 kg Gesamtzucker)

angesetzt, und das Gärfass bei konstanten 18,5 Grad Raumtemperatur im Keller gelagert.

Nach ca. 24 Stunden blubberte die Maische sehr stark.
Der Gärspund "hüpfte" ca. Einmal pro Sekunde.
Nach ca. 48 Stunden "hüpfte" er noch ca. alle 3 Sekunden.
Nach 72 Stunden blubberte nichts mehr, die Maische schmeckte sehr trocken. ich habe sofort die zweite Ladung Zucker hinzugefügt (wieder 2,6 kg) und eine Probe entnommen, alles umgerührt und verschlossen.

Beim messen des Alkoholgehaltes der Probe zeigte das Vinometer 23% Alkoholgehalt an.
Theoretisch kann so viel Alkohol so schnell und mit nur 2,6 kg Zucker gar nicht entstehen, oder?

Am nächsten morgen blubberte die Maische wieder ganz leicht. Der Gärspund hüpfte ca. alle 8 Sekunden, am Abend alle 12 Sekunden. Ist das normal? Oder muss ich erneute Hefen hinzufügen (Gärstarter) weil die vorhandenen zum Großteil durch die Unterbrechung am dritten Tag abgestorben sind?
Oder liegt es am schon so hohen Alkoholgehalt das die Gärung nicht mehr richtig in Schwung kommt?
Obwohl noch so viel Zucker fehlt bis zur errechneten Gesamtzuckermenge von 7,8kg?

Ich werde aus dem Verhalten der Maische und den Messwerten nicht schlau, und weiss nicht genau ob ich et was tuen muss oder die Maische einfach stehenlassen soll....ich hoffe Sie haben einen Tipp für mich.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

Ach ja, der PH-Wert lag sowohl beim Ansetzten der Maische als auch bei der ersten Probe bei 3,5.


Brennanfänger, Deutschland
15.Jun.2014 17:22:34


    Danke, das freut uns!
    Ja, das stimmt, da ist Ihnen ein Messfehler oder ein Fehler bei der Einwaage unterlaufen. Dass die Gärung mit der Zeit immer langsamer wird, ist jedoch normal.
    Ich würde trotzdem das letzte Drittel Zucker zugeben und warten bis die Feststoffe der Maische zu Boden gesunken sind, die Gärung also abgeschlossen ist, vor dem Brennen.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl