Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 4005 von 4290:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
nach der Lektüre Ihres Buches und einem Großtei der Fachfragen stellen sich mir noch einige Fragen.
1. Ist es wirklich nötig, wie von Ihnen beschrieben, eine ausgegorene Zuckermaische vor dem Brennen noch mind. ein halbes Jahr stehen zu lassen? Was passiert in dieser Zeit? Eigentlich sollten ja hierbei keine nennenswerten Vorlaufbestandteile entstehen.
2. Welchen Unterschied macht es den Zucker als Kristallzucker oder in Form von Läuterzucker zuzugeben?
3. Ich möchte Zwetschgen, Äpfel und Birnen einmaischen.
Meine geplante Vorgehensweise sieht wie folgt aus:
- Zwetschgen aufschneiden und Kerne entfernen
- Fruchtfleisch im Mixer zerkleinern
- Fruchtbrei, Kerne, Verflüssiger, Biogen M und erste Zuckergabe im Gärbehälter vermischen
- Wenn PH-Wert i.O. Turbohefe zugeben und Behälter verschliessen
3.1 Ist das so machbar ?
3.2 Kann ich eine brennbare Maische aus o.g. Früchten komplett ohne zusätzliches Wasser herstellen?
3.3 Ist es ein Problem, wenn ich die Äpfel/Birnen im Mixer zerkleinere ? (wegen den Kernen) oder muss ich die "Gummistiefel-Methode" anwenden?
4. Haben Sie Literaturtips/internetadressen für mich, wo ich mich genauer über die physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge beim Vergären und Brennen informieren kann?
Ich möchte etwas mehr über die theoretischen Hintergründe erfahren.
5.In älteren Fachfragen verweisen Sie immer wieder auf das Buch "Handbuch für Schnapsbrenner", was ist der Unterschied zu "Schnapsbrennen als Hobby"?,
bzw. wo kann ich dieses Handbuch beziehen, denn ich habe bis dato nur gebrauchte Exemplare gefunden.
mfg
B.M.


Bill, Bayern
21.Aug.2014 16:38:37


    ad 1) Ja, ist es. Einfach austesten. Alternative, wie es professionelle Qualitätsbrandhersteller machen: Das Destillat etwa 3 bis 4 Jahre lagern. Was ist kürzer?
    ad 2) Kristallzucker verwenden, da dieser nicht wie Läuterzucker Wasser enthält.
    ad 3.1) Viel einfacher und nicht mit so einem enormen Arbeitsaufwand verbunden:
    Kernobst: Häcksler
    Steinobst: Gummistiefel-Methode oder Bohrmaschinen-Rühraufsatz.
    ad 3.2) Zwetschken ja, Kernobst nicht. Bei Äpfel ca. 3 bis 5 Liter wasser je 30 Liter Obstbrei, bei den Birnen ist es von der Sorte abhängig. Weiche Birnen benötigen nur ca. 2-3 Liter wasser bei 30 Liter.
    ad 3.3) nein, Äpfel sind für Gummistiefel fast zu hart.
    ad 4) einfach googlen.
    ad 5) stimmt, "Handbuch für Schnapsbrenner" gibt es nur noch im Antiquariat. "Schnapsbrennen als Hobby" wurde im Jahr 2002 ursprünglich als nachfolgebuch konzipiert, ist inhaltlich inzwischen jedoch weit darüber hinaus.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl