Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 4055 von 4253:

Hallo Hr. Schmickl,
ich habe ein "Brennproblem" und will Sie daher gerne um Rat fragen: Meine Brände haben allesamt einen äußerst unangenehmen Beigeschmack, vor allem nach dem Brennen (nach mittlerweile 2-3 Jahren ist der Beigeschmack zwar immer noch da, aber schwächer geworden). Ich Bin nach Ihrem Buch vorgegangen und habe verschiedene Obstsorten mit Hefe (Portwein, Sherry, beides von Kitzinger) vergoren. Danach teils kürzere, teils längere Zeit stehen lassen. Gebrannt dann von ca. 78-90 Grad.
Nachdem ich alle Fehler versucht habe, auszumerzen, stell ich mir nun noch die Frage ob es an den Resten der Hefe liegen kann. Den untersten Bodensatz habe ich bewusst weggelassen, aber schon noch Fruchtfleisch mitgebrannt. Nun kann es ja sein, dass da noch abgestorbene Hefe dran haftet, aber auf der anderen Seite schreiben Sie ja das man Fruchtfleisch mitbrennen soll, da es dann einen aromatischeren Geschmack ergibt. Wie machen Sie das denn? Bodensatz, Fruchtfleisch ja oder nein?
Ich weiss natürlich, dass sich Brände entwickeln müssen, aber direkt nach dem Brennen sind die Brände ich würde fast sagen ungeniessbar und auch nach Jahren ist immer noch ein Rest-Geschmäckle drin, das die Brände nicht unbedingt besonders lecker macht??
Für Ihre Hilfe schonmal vielen Dank und großen Lob auf Ihr Buch und die Seite hier!!!


Manfred B., Kärnten
03.Mai.2015 22:24:50


    Soweit mir berichtet und in der Diskussion auch häufig beschrieben wurde, ergibt nur Turbohefe eines gewissen Herstellers einen unangenehmen muffigen Beigeschmack (Suchfunktion nutzen), wird häufig als hefeartig beschrieben. Jedenfalls tritt dieses Problem weder bei Turbohefen der Firma Prestige noch bei Portwein- oder Sherryhefe auf. Dieser Beigeschmack sollte auch nicht auftreten wenn der Fassinhalt kräftig umgerührt wird und anschließend gebrannt.
    Ich weiß nicht ob Sie hochgradig arbeiten, wenn ja, und die Maische zumindest 6 Monate nach der Gärung gelagert wurde, ist der Brand normalerweise sofort nach dem Brennen einfach hervorragend, frei von jeglichem Beigeschmack. Während des Verdünnens auf die künstliche Alterung (Suchfunktion nutzen) nicht vergessen. Mein Tipp wäre möglichst exakt die Beschreibungen im Buch zu befolgen, also Säureschutz, Verflüssiger, Gärtemperatur usw. zu beachten.
    Gutes Gelingen und danke für das Lob!

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Helge Schmickl