Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 4062 von 4303:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
ich hatte mich ja vor Längerem an Sie gewand, weil ich mit den Temperaturen meiner Schnellkochtopf-Potstill nicht zurecht gekommen bin. Seitdem ich, unabhängig von der Temperatur, bis zur Gesamtkonzentration von 52% vol. abbrenne, erziele ich gute Ergebnisse.
Ich finde nur, dass die Geiste, auch nach dem Verdünnen auf ca. 40%, immer etwas scharf schmecken. Ist das ok so?
Viele Grüße aus Griechenland
Jürgen Erfurt

PS. Am besten war bisher der Holunderblüten-Geist nach dem Rezept in Ihrem Buch!


Jürgen Erfurt, Griechenland
20.Mai.2015 09:16:07


    ad 1) Normalerweise sollte dies immer die selbe Temperatur ergeben, da die Dampftemperatur vom Alkoholgehalt schließlich abhängig ist. Auf diesem Prinzip beruht das Ebulliometer, ein Messgerät zur Alkoholgehaltbestimmung. Reines Wasser kocht bei Normaldruck bei 100°C, reiner Ethanol bei 78,5°C, eine Alkohol-Wasser-Mischung irgendwo dazwischen, je nach Alkoholgehalt. Aber egal, Hauptsache das Ergebnis schmeckt.
    ad 2) Nein, das ist nicht OK. Hängt von vielen Dingen ab, z.B. vom verwendeten Grundalkohol. Ein verdünnter Korn als Grundlage schmeckt milder als verdünnter Wodka (weiß jedoch nicht, ob dies auch für Spirituosen gültig ist die in Griechenland erhältlich sind). Destillat aus Wein muss generell durch schäumendes Mixen die schwefelige Säure (sticht in der Nase) ausgetrieben werden, hochgradige Maischen (auch reine Zucker-Wasser-Maischen) zumindest 6 Monate lagern, dadurch werden Destillate milder, auf die künstliche Alterung (siehe Suchfunktion) keinesfalls vergessen! Die Bestandteile im Aromakorb enthalten meist ätherische Öle, zuviel davon schmeckt ebenfalls scharf, wie beim Kochen: mehr Gewürze schmecken zwar intensiver, aber nicht unbedingt besser.
    ad 3) Holunderblüten-Geist: das freut uns! Wohl bekomm's!

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl