Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 4084 von 4254:

Sehr geehrter Herr Schmickl,
zunächst ist ihr Buch hervorragend und hat mich schon recht weit gebracht in Sachen Destillation. Ein interessantes Thema ist die Reifung von Destillaten, um den Geschmack abzurunden und die alkoholischen Schärfen zu lindern. Dazu hätte ich noch ein paar tiefergehende Fragen:
1. Hilft die Reifung (bzw. auch die oft zitierte künstliche Alterung) nur bei Bränden oder haben wir dieselben Effekte bei Geisten und destillierten Angesetzten bzgl. der Qualitätsverbesserung, wenn zur Herstellung eingekaufter Primasprit verwendet wurde?
2. Bei welcher Alkoholkonzentration ist die Reifung am besten? Trinkstärke, Destillatstärke (also so wie aus der Destille gekommen) oder irgendwo dazwischen (z.B. eine Art "Faßstärke")?
Ich finde das Thema Reifung sehr interessant, deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir hier etwas weiterhelfen könnten. Vielen Dank!


Pioneer, Mittelgebirge
18.Jul.2015 19:24:58


    Danke, das freut uns! :-)
    ad 1) Hilft prinzipiell auch bei Geisten und destillierten Angesetzten. Jedoch haben wir bemerkt, dass ein Geist aus verdünntem Korn (der nahezu geschmacksneutral sein muss) ein wenig milder und weicher schmeckt als verdünnter Wodka oder Primasprit. Keine Ahnung woher der Unterschied kommt, jedenfalls ist er bemerkbar.
    ad 2) Trinkstärke ist für Hobbyhersteller am sinnvollsten, da jederzeit probiert werden kann ohne vorher umständlich Verdünnen zu müssen. Gewerbliche Hersteller verdünnen nicht, denn unverdünnt ist die zu lagernde Menge kleiner und somit kostensparender. Geschmacklichen Unterschied haben wir bisher keinen bemerkt. Selbstverständlich gilt dies nur für luftdichte Lagerung, also NICHT für Holzfässer!

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl