Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 4155 von 4278:

Sehr geehrter Dr. Schmickl!
Das Herstellen von Maische und das darauf folgende Destillieren des erzeugten Alkohols fasziniert mich nun schon eine ganze Weile, Ihr Buch "Schnaps brennen als Hobby" hat einen großen Teil dazu beigetragen! ;-)
Aktuell hätte ich folgende rechtliche Fragen:
1. Ich interessiere mich für die Herstellung einer "hochgradigen" Maische mittels Turbohefe + Zucker auf Apfelbasis. Ist das Brennen unter Abfindung einer solchen hochgradigen Maische überhaupt rechtlich erlaubt? Habe nämlich schon gehört, dass für ein Abfindungsbrennen lediglich Maischen verwendet werden dürfen, die keine Stoffe beinhalten, die die Alkoholausbeute erhöhen.
2. Wenn ich nun eine Kleindestille (2 - 5 Liter Brennkesselvolumen) erwerbe und beim zuständigen Zollamt anmelde/registriere/genehmigen lasse, wird diese dann "verplombt" oder muss mit regelmäßigen Kontrollen irgendeiner Art rechnen?
3. Muss ich etwas beachten, wenn ich Maische aus Obst brenne, das nicht von eigenen Obstbäumen stammt?
PS: Als "Einsteiger" in dieses Handwerk finde Ihr Buch sehr gut geschrieben, alles super erklärt! :-)
Vielen Dank für Ihre Hilfe!
LG Patrick


Patrick, OÖ
27.Jan.2016 22:08:26


    Danke, das freut uns!
    ad 1) kurzum nein, da sonst die Berechnungsgrundlage für die Alkoholsteuer nicht mehr stimmt. Schließlich wird bei einem Abfindungsbrenner (im Gegensatz zu Verschlussbrennereien) nirgends mit einer zollamtlich genehmigten Messeinrichtung automatisiert und lückenlos der Alkoholgehalt und die Menge vom Destillat gemessen. Daher ist "die Zugabe von alkoholbildenden Substanzen" verboten.
    ad 2) Nein, normalerweise nicht. Jedoch ist die Behörde dazu befugt Brennanlagen zwischen den gemeldeten Brennzeiten zu plombieren und jederzeit Kontrollen durchzuführen.
    ad 3) Ja, Abfindungsbrennern ist dies verboten, diese dürfen nur eigenes Obst verarbeiten.
    Nochmals danke! :-)

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl