Fachfragen zum Schnapsbrennen



Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Diskussion
Rezepte
Fotogalerie
Berechnungen
   Verdünnen
   Mischen
   Zucker Alkohol
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 4286 von 4324:

Hallo Herr Schmickl,
ihr (Kompliment, sehr gutes) Buch habe ich bereits gelesen. Dabei sind einige Hintergrundfragen aufgetreten, auf die ich bisher keine Antwort finden konnte. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen :)
1. Sie beschreiben das hochgradige Maischen nach entsprechender Lagerung Vorlauffrei sind. Wenn das Ergebnis mit einem Vorlaufabtrennungstest überprüft wird, wird ja nur auf verbleibendes Acetaldehyd getestet. Nun stellt sich mir die Frage, ob die Maische nach Lagerung Vorlauf oder "nur" Acetaldehydfrei (gibt ja doch noch einige andere Bestandteile) ist und ob der Vorlaufabtrennungstest dann überhaupt Sinn macht bzw. dann eigentlich immer "konventionell" abgetrennt werden sollte.
2. Auf Seite 88 ist die Kalibrierung des Dampftermometers beschrieben. Mit 12%igem
Alkohol soll die Edelbrandfraktion 51-52% haben, dann kommt der Nachlauf. Auf Seite 87 wird dieser Bereich für eine 16%ige Maische angegeben und für 12%ig 49-50%. Was von beiden ist korrekt? Kann man den Übergang auch an einem festen Alkoholwert knüpfen, dann könnte man mit einem Refraktometer gegenprüfen. Wenn ja gibt es einen solchen Wert auch für den Vorlauf?
3. Richtet sich die Destillationsgeschwindigkeit alleine nach der Kesselgröße? Wenn ja so habe ich es herausgelesen, sollte ab 10-12L Kesseln leichtes rinnen i.o. sein darunter
nur schnelles tropfen. Gibt es hierfür noch andere Indikatoren?

Vielen Dank und
Schöne Grüße nach Österreich


Vorhees, kleines Dorf
16.Aug.2017 10:33:18


    Danke! :-)
    ad 1) Das Ergebnis des Tests stimmt mit der "klassischen", olfaktorischen Bestimmung (siehe unter "Brennprofil" im Buch) weitgehend überein.
    ad 2a) Danke für den Hinweis. Diese Werte hängen auch davon ab, ob es sich dabei um eine feststoffreie Flüssigkeit (Wein) handelt oder um einen flüssig/fest-Gemisch wie bei einer unfiltrierten Maische.
    ad 2b) Nein. Dieser Wert ist sehr stark von der jeweiligen Anlagenkonstruktion abhängig (Steigrohrdurchmesser, -höhe, Art der Füllkörper, Form des Dampfdomes, Kesseldurchmesser, Füllstand im Kessel usw.). Der einzige davon unabhängige Wert ist der Alkoholgehalt des gesamten (!) Destillates vom ersten Tropfen bis zum Zeitpunkt der Messung. Da dieser Wert außerdem vom Alkoholgehalt des Kesselinhaltes abhängig ist, gibt es auch keinen "festen" Wert für den Vorlauf. Bei unsauberen, wild vergorenen Maischen mit geringem Alkoholgehalt (< 8 %vol) kann es daher durchaus sein, dass beispielsweise auch noch bei 88°C Dampftemperatur noch Vorlauf im Destillat enthalten ist.
    ad 3) Nach dem Volumen vom Kesselinhalt. Daumenregel: moderates Köcheln, kein starkes Kochen. Wie stark der Kesselinhalt kocht ist am Kochgeräusch deutlich erkennbar.

<<< Eintrag Nr. 4287 Eintrag Nr. 4285 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN

Design und Implementierung:
Helge Schmickl