Fachfragen zum Schnapsbrennen



Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Diskussion
Rezepte
Fotogalerie
Berechnungen
   Verdünnen
   Mischen
   Zucker Alkohol
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 4299 von 4327:

Guten Tag Herr Schmickl,
Vor kurzem viel mir bei einem Blick in meine Maischefässer auf, dass sich dort auf meinem Fruchtkuchen Flecken von Kahmhefe gebildet haben, also werde ich mich heute wohl oder übel schon ans brennen begeben. Selbst Schuld. wieso vergesse ich auch die 2. Portion Zucker? :/
Nun zu meinen Fragen:
Ist es auch möglich, die Kahmhefen abzuschöpfen und dann auf manuell auf zuspriten, um sich "etwas Zeit zu verschaffen", falls man dann doch keine Zeit dafür findet es zu brennen ?
Auf welches Volumenprozent müsste ich dann kommen ?
Und dann interessiert mich noch, wie ich dann den Behälter genug reinige um nun nicht ein erhöhtes Risiko von Kahmhefe in genau diesen Eimern riskiere ?


Tom ate, Herne, NRW
10.Sep.2017 11:42:26


    Als Notmaßnahme durchaus sinnvoll, trotzdem wird sich entsprechend mehr Vorlauf gebildet haben, daher beim Brennen genauer als sonst auf die korrekte Vorlaufabtrennung achten. Alkoholgehalt der Maische größer als ca. 16 %vol wäre für langfristige Lagerung notwendig. Oder: Vorsichtig und mit Fingerspitzengefühl Alkohol mit ca. 40 bis 50 %vol AUF die Maische gießen und darauf achten, dass sich der Alkohol mit der Maische NICHT vermischt, so befindet sich über der Maische eine dünne Schicht hochprozentiger Alkohol, welche verhindert dass sich die Kahmhefe weiter ausbreitet, weil sie keinen Luftkontakt mehr hat.
    Den Gärbehälter mit einem möglichst scharfen Putzmittel reinigen, das Problem sind die feinen Ritzen und Unebenheiten der Materialoberfläche. Im Kellereibedarf sind dafür spezielle Fassreinigungsmittel erhältlich. "Brutalo" Methode, aber sehr effektiv: das Fass mit ca. 30 %'iger Salzsäure aus dem Baumarkt bzw. einem Geschäft für Farben und Lacke innen ausreiben. Dafür eignen sich nur Bürsten mit Naturborsten, säurefeste Handschuhe und Schutzbrille nicht vergessen, Dämpfe nicht einatmen. Danach dann das Fass mit Wasser gründlich ausspülen, um die Salzsäure wieder restlos zu entfernen.

<<< Eintrag Nr. 4300 Eintrag Nr. 4298 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN

Design und Implementierung:
Helge Schmickl