Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 468 von 4254:

Hallo Herr Schmickl,
Punkt 1:
haben Sie Erfahrung mit dem Brennen von Mahonie (Mahonia aquifolium),
"- Erscheinungsbild: Die Gemeine Mahonie ist ein bis zu 1,5 m hoher Strauch, der sparrig und z.T. auch ausladend wächst. Sie weist viele Kurztriebe auf, an welchen die Blüten und Früchte in großer Zahl angesetzt werden. Die Blätter sind immergrün, wechselständig und aus fünf bis neun Fiederblättern zusammengesetzt. Die einzelnen Fiederblätter sind ledrig, auf der Oberseite glänzend und mit einem unterschiedlich stark gebuchteten bzw. dornig gezähnten Blattrand versehen. Im Herbst verfärben sich die Blätter rötlich. Die Blüten sind klein, schwefelgelb bis orangegelb und zu aufrechten, knäuelartigen Trauben zusammengefaßt (Friedrich, Schuricht 1985), sie erscheinen von April bis Mai (Bundessortenamt 1999). Die Früchte stellen kugelige Beeren dar, welche in etwa erbsengroß, schwarzblau und hell bereift sind. Sie enthalten drei bis fünf Samen und werden von August bis September reif, wobei sie bis weit in den Winter hinein noch an den Zweigen fest haften bleiben. Sie beinhalten zwar wie die übrigen Pflanzenteile Alkaloide, jedoch nur in geringen Mengen bei einem Anteil von 0,05 %, weshalb sie als schwach giftig gelten. Dieser Stoff läßt sich durch Trocknung und Lagerung jedoch weitgehend beseitigen, wohingegen v.a. unreife Früchte nicht verzehrt werden sollten. Die wertvollen Inhaltsstoffe sind v.a. Zucker mit einem Gehalt von 9,8 g/100 ml, Fruchtsäuren mit einem solchen von 48,7 g/l und einige Vitamine, von denen v.a. Vitamin C reichlich enthalten ist (Friedrich, Schuricht 1985)."
Wenn ja, kann man die in Anlagen vorkommenden Pflanzen / Früchte verwenden oder muß man auf bestimmte Sorten achten.
Punkt 2:
Ich habe einen sehr milden Sanddornbrand hergestellt, der mir eigentlich noch besser als Vogelbeerbrand gefällt. Frage hierzu besteht bei Sanddorn Verwechslungsgefahr mit Ziersträuchern (Feuerdorn, etc.)
Vielen Dank im voraus und viele Grüße
Ralf


Ralf, Deutschland
19.Jan.2003 21:13:21


    ad 1: Selbst habe ich mit diesen Früchten noch nicht gearbeitet. Letztes Jahr habe ich die Felsenbirne angesetzt (frisch, ohne Stengel), die eine ähnliche Beschreibung - schwach giftig, nicht unreif verzehren, usw. - hat, angesetzt (Standardverhältnis: Glas ein Drittel mit Früchten gefüllt, mit Alkohol bis Glas voll ist aufgegossen, ca. 8 Wochen ziehen lassen) und anschließend destilliert, ist hervorragend geworden. Ich könnte mir vorstellen, daß sich diese Vorgehensweise auch für diese Beeren eignet, die Frage ist dann natürlich, inwieweit ihr Aroma ansprechend ist. Aber einen Versuch ist es sicher wert. Sehr interessanter Beitrag!

    ad 2: Klar, daß ein guter Sanddornbrand besser als Vogelbeer schmeckt! Das ist eins der besten Tröpferln. Verwechslungsgefahr besteht nahezu bei allen Beeren. Wenn man sich nicht absolut sicher ist, was man pflückt, sollte man es nicht tun, denn einige Früchte sind äußerst giftig. Oder jemanden hinzuziehen der sich auskennt und die fraglichen Sträucher/Beeren VOR ORT begutachten kann. Mit mündlichen/schriftlichen Beschreibungen ist das immer so eine Sache...

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Helge Schmickl