Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 518 von 4260:

Hallo,
ich versuche momentan eine williams Birnen Maische zu brennen.(Andere Maischen haben vorher immer geklappt)
Jetzt sind mir bereits 2 Brennversuche völlig in die Hose gegangen.Es kommt nur ein hell(baby-)blaues Desillat aus der Anlage, daß auch sehr stechend riecht.
Eine Bekannte meinte, daß es sich um gelöste Kupferionen handeln könnte.
Daraufhin habe ich die Maische unter zu Hilfenahme von Natron auf einen pH-Wert von 7 gebracht (vorher ca. 5) Hat aber nichts genützt.
Wo liegt der Fehler


DC, DE
07.Apr.2003 08:13:05


    Die hellblaue Farbe weist auf Kupfervitriol hin, das ist richtig. Bitte seien Sie damit vorsichtig, denn diese Verbindungen sind sehr giftig. Verwerfen Sie das Destillat. Haben Sie eventuell Grünspan? Reinigen Sie die Anlage sehr gründlich, zuerst mit Bürste und Putzmittel, dann Aceton, wenn möglich noch mit verdünnter Schwefelsäure bzw. gelöster Zitronensäure. Die Anlage gründlich mit Wasser spülen und trocknen lassen. Lassen Sie Kupferanlagen niemals verschlossen stehen oder verschließen Sie diese niemals feucht. Auch eine feuchte Umgebung kann zu Grünspan führen. Danach sollte es wieder funktionieren.
    Es bringt nichts den pH der Maische vor dem Destillieren zu erhöhen, erstens weil die vorhandenen Fruchtsäuren nicht flüchtig sind (der Dampf sollte daher eigentlich immer neutral sein) und zweitens weil sich die "Farbe" trotzdem herauslöst.
    Noch ein Hinweis: Wenn Sie stark "geschwefelten" Wein destillieren (= Kopfwehwein), bildet sich im Dampf schwefelige Säure, die putzt Kupferanlagen auch ordentlich durch, der Kessel ist danach blank.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl