Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 551 von 4325:

"Kristalle" im Brand.
Hallo Herr Schmickl, ich habe ein eigenartiges Phänomen beobachtet. Im Brand von Maischen die ich mit Zucker angesetzt habe, und auch im Zuckerwasser-Brand sind bei mir nach einigen Tagen kristallartige Verunreinigungen aufgetaucht. Sehen ein bisschen aus wie Schneeflocken. Als Erklärung hätte ich folgendes:
a) Es reißt Tröpfchen der Maische mit in den Kühler und der wenige nicht vergorene Zucker bildet im Schnaps Kristalle.
b) Habe verzinkte Schrauben als Distanzhalter für den Anbrennschutz verwendet. Kann es sein, dass die Kristalle vom Zink stammen? Das wäre sehr schlecht. Zink soll ja nicht sehr gesund sein. Ich habe mir halt gedacht, dass die Verbindungen, die da durch den Zink entstehen nicht mit dem Dampf mitgehen können.
Anders als a oder b kann ich es mir nicht erklären, da ich sonst an sich sauber gearbeitet habe. Sollte noch erwähnen, dass ich bei dieser Anlage auch schon einmal Birnen-Schwebstoffe im Brand hatte. Das war eine Maische mit wenig Flüssigkeit. Auch da muss irgendwie was in den Kühler hinübergegangen sein.


Brenner, Ö
18.Mai.2003 17:27:49


    ad 1: Mitgerissene Maischetropfen können eine (meist färbige) Trübung durch deren Feststoffe verursachen, der Zucker nicht, da dieser sich sofort auflöst. Es kommt allerdings nicht zu einer Kristallbildung, das Destillat wird einfach trüb und nimmt die Farbe der Maische an. Sie können dies einfach verhindern indem Sie nicht zu rasch aufheizen.
    ad 2: Zink ist nicht besonders gut gewählt, verwenden Sie lieber Edelstahlteile. Die Trübung dürfte allerdings nicht vom Zink stammen, da die meisten Verfärbungen durch Metallsalze färbig sind.
    Wie Sie richtig vermuten, können anorganische Salze nicht "mitgehen", weil sie nicht verdampfen. Es handelt sich daher wahrscheinlich um eine andere Ursache. Jedenfalls sollten Sie vor der nächsten Destillation Ihren Kühler gründlich reinigen, es könnte ja sein, daß sich im Inneren etwas ablöst, herausgespült wird o.ä. und unbedingt langsam aufheizen, sodaß sicher nichts übergehen kann.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl