Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 583 von 4278:

Grüß Gott Herr Schmickl,
mit großem Interesse habe ich Ihr Buch "Handbuch für Schnapsbrenner" gelesen.
Da wir einen Kirschbaum haben, der Heuer viele Kirschen trägt, habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht und habe 100 Liter hochgradige Maische nach Anleitung aus Ihrem Buch angesetzt.
Leider habe ich das mit dem Säurezusatz nicht richtig verstanden.
Sie schreiben, dass der optimale ph-Wert zur Vergärung 3,0 betragen soll.
Nach dem einmaischen der Kirschen und hinzufügen der Sherryreinzuchthefe, Verflüssiger und Hefenährsalz hat meine Maische einen ph-Wert von 3,22 laut elektr. Anzeige.
Muss ich nun noch Zitronensäure hinzugeben, oder erst wenn während des Gärvorganges der ph-Wert ansteigt.
Gruß und Danke aus Bayern
Christian


Christian, Bayern
15.Jun.2003 10:44:03


    Der pH-Wert von 3,22 ist vollkommen in Ordnung, wichtig ist, daß er zwischen 3 und 3,5 liegt. Man sollte die Maische immer - wenn notwendig - ansäuern, und zwar VOR der Hefezugabe. Die Hefen mögen es gar nicht, wenn der pH-Wert verändert wird. Während des Gärvorganges sollten Sie den pH-Wert überhaupt nicht mehr ändern.
    Weil Sie schreiben "laut elektr. Anzeige": Bitte denken Sie daran, daß pH-Meter (Meßgeräte zum elektronischen pH Messen) nur dann genaue Werte liefern, wenn die pH-Elektrode in einer EXAKT 1 molaren KCl-Lösung gelagert und fast vor jeder Messung neu geeicht wird. Tun Sie das nicht, kann es z.B. vorkommen, daß bei destilliertem Wasser als pH 12,3 angezeigt wird (nicht unter Luftabschluß gelagertes Wasser sollte ca. 6,5 haben). Fazit: Wenn Sie diese beiden Punkte nicht beachten, ist die Anzeige eine Zufallszahl, viel einfacher in der Handhabung und genauer in der Anzeige sind dann pH Meßstäbchen.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl