Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 61 von 4260:

Sehr geehrter Hr. Dr. Schmickl,
ich habe mir letzte Woche ihr Buch gekauft und bereits begeistert gelesen. Zunächst herzlichen Glückwunsch zu dem wirklich gelungenen und interessanten Werk. Als Chemiker trug ich mich schon lange mit dem Gedanken, mal für den Hausgebrauch ein Schnäpschen zu brennen, habe aber wegen des Vorlaufes (Methanol) immer Bedenken gehabt. Diese wurden durch ihr Buch weitgehend zerstreut.
Jetzt bin ich natürlich ganz heiß darauf loszulegen, aber dummerweise ist jetzt natürlich die Obsternte vorbei. Daher meine Frage: Ist es denkbar, handelsübliche Obstsäfte, wie z.B. Apfelsaft, Birnensaft usw. zu vergären und anschließend zu brennen? Natürlich müßte man darauf achten, das die Säfte nur durch Sterilisation und nicht durch Konservierungsstoffe haltbar gemacht wurden.
Da in diesen Säften ja keine lebenden wilden Hefen mehr vorhanden wären, wäre doch bei richtiger Anwendung von Reinzuchthefe auch keine Fehlgährung und somit Methanol-Bildung zu befürchten, oder irre ich mich?
Für ihre Antwort im Voraus vielen Dank!
Herzliche Grüße aus Franken,
Ralph Glorius


Ralph Glorius, Deutschland
02.Dez.2000 16:05:24


    Vielen Dank für die Blumen! Sie können Orangensaft, Birnensaft, Apfelsaft (ist nicht so aromatisch) und alles was es sonst noch gibt mit Reinzuchthefe und Zucker (um 20%vol zu erreichen, der Eigenzuckergehalt ist dafür zu klein) vergären. Hier brauchen Sie bei ordentlicher Vorgehensweise keine Fehlgärungen und somit Methanol-Bildung zu befürchten.
    Eine weitere interessante Vorgehensweise für den Winter: geben Sie einfachen Weißwein (aus dem Tetrapack) in den Kessel. In den Aromakorb füllen Sie entweder gefrorene Himbeeren (=Himbeergeist), Wacholder (= Gin) oder eine Kräutermischung. So entstehen sehr aromatische Geiste.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl