Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 639 von 4279:

Hallo Schnapsbrenner,
hallo Herr Dr.Schmickl,
bitte helfen Sie mir mit guten Tips um aus grünen Walnüssen einen feinen Schnaps zu brennen. Bis jetzt ist folgendes passiert: ca. 400kg Walnüsse mitte Juni gepflückt und die Grüne Fruchtschale zu ca. 75% entfernt, die geschälten Früchte zerkleinert und in einen 700 lt. Bottich gefüllt, mit Wasser und 85 kg Zucker aufgefüllt. Über das Ganze hab ich eine PVC-Folie gelegt.
Bitte helfen Sie mir indem Sie mir sagen was noch zu tun ist und vor allen Dingen wie. Vielen herzlichen Dank im voraus - Ernst Trattner


Ernst Trattner, Kärnten
10.Jul.2003 14:10:47


    Entweder Sie maischen die Früchte ein ODER Sie setzen sie an:
    1. Ansetzen: die grünen Früchte MIT der Schale (da sitzt der Geschmack drin!) vierteln und in ca. 50%vol geschmacklosen Alkohol ansetzen, fertig. Nach ca. 4-8 Wochen haben Sie Nußschnaps. Dieser kann, muß aber nicht, destilliert werden. Das Destillat ist glasklar und nicht bitter, der bittere Geschmack bleibt beim Destillieren zurück.
    2. Einmaischen: die Früchte mit den Schalen hexeln, ca. ein Drittel Wasser zugeben. Unbedingt Verlüssiger dazu, pH korrigieren und Reinzuchthefe! Ohne Hefezugabe gärt's entweder überhaupt nicht, es wird also kein Alkohol produziert oder es entsteht viel giftiger Vorlauf beim Gären. Dann können Sie noch Zucker hinzugeben, je nachdem, welchen Alkoholgehalt Sie erreichen möchten (hängt auch von der verwendeten Hefe ab).
    PVC-Folie ist als Abdeckung nicht geeignet, weil sich durch den Alkoholdunst die nicht gerade gesunden Weichmacher herauslösen (das merkt man an den weißen Flecken, die sich bilden), außerdem kann das CO2, welches bei der Gärung entsteht nicht entweichen. D.h. Fass mit einem "normalen" Deckel verschließen und auf alle Fälle Gärspund verwenden, sonst kommen Essigfliegen ins Fass, wodurch statt Alkohol Essig entsteht (und Unmengen Vorlauf).

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl