Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 704 von 4272:

Geschätzter Herr Dr. Schmickl!
1. Wie bitte erfolgt ein Vorlauf-abtrennungstest?
2. (Aus meinen Kindheitserinnerungen) = Angenommen ich habe in einem (abfindungsbrennkessel?) 80 lt Brennkessel 80 lt. Rohbrand (könnte der 50°haben?)
wieviel Vorlauf gebe ich da weg? (könnten das 1,5 lt sein ?
Danke im Voraus -Ingetraut Maier


Ingetraut Maier Schlager, Wilhelmsburg
13.Aug.2003 14:00:10


    ad 1: Man nimmt ein paar Milliliter des zu testenden Destillates und gibt drei verschiedene Chemikalien hinzu. Dann bildet sich ein Farbumschlag. Je nach Farbe wird deutlich, ob Vorlauf im Destillat vorhanden ist, und wenn ja, ob viel oder wenig.
    ad 2: Nein, Rohbrand kann nicht 50%vol haben. In einem Abfindungsbrennkessel erreichen Sie maximal 20-30%vol nach dem ersten Brand, denn hier darf nicht mit hochprozentiger Maische gearbeitet werden.
    Die Vorlaufmenge kann man nicht so sagen, es hängt vom Einmaischprozess ab. Je sauberer gearbeitet wurde, umso weniger Vorlauf. Wurde Hefe und Gärspund verwendet? Am besten daher mit Dampfthermometer arbeiten: solange dieses rasch ansteigt = Vorlauf. Ist der Anstieg nur noch langsam = Edelbrand. Beim Brennen nicht alles in ein einziges Gefäß rinnen lassen, sondern, vor allem zu Beginn der Destillation, Fraktionen abnehmen und die dann intensiv beschnüffeln (Geruchsprobe schätzungsweise 1:1 mit Wasser verdünnen, sonst sticht der Alkohol, in der Nase). Riecht's nach Klebstoff isses Vorlauf.

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