Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 713 von 4316:

Moin.
Ich habe einige Fragen:
1. Ich möchte gezuckerten Mirabellensaft, den ich im Dampfentsafter schonend gewonnen habe, mit Turbohefe vergären und dann "brennen". Ist das ok?
Die Menge des zugesetzten Zuckers beträgt etwa 200 Gramm pro Liter.
2. Die Mirabellen wurden mit Steinen entsaftet. Könnten eventuell gelöste Stein-Rückstände bei der Vergärung zur Entstehung von Giftstoffen (Methanol) führen, oder tritt dieses Problem nur auf, wenn die Steine in der Maische vorhanden sind.
3. Wäre es hilfreich, wenn ich vor dem Brennen frisch gepressten Mirabellensaft dem o.g. "Fruchtwein" zusetzen um das Aroma zu verbessern, oder komme ich um eine Maischegärung nicht herum?
Danke für die Infos
Grüsse!


Fiete, Ostfriesland
15.Aug.2003 19:23:44


    ad 1: Ja, das ist ok, mit 200g Zucker je Liter Maische werden Sie ca. 10%vol erhalten.
    ad 2: Wurden beim Entsaften die Steine zerstört? Wenn nein, so ist das kein Problem. Wenn die Steine in der Maische vorhanden sind, so macht dies auch nichts, solange die Steine ganz sind. Übrigens entsteht bei Steinobst nicht so sehr Methanol, sondern Blausäure.
    ad 3: Um eine Gärung kommen sie nicht herum, durch die Saftzugabe würden Sie nur unnötigerweise verdünnen, dadurch müßten Sie eventuell zweimal brennen und haben damit zwangsläufig Aromaverlust.
    Anmerkung: das beste Aroma würden Sie erreichen, wenn Sie die Mirabellen mit den Kernen schonend zu einem Brei verarbeiten (sodaß die Kerne ganz bleiben, z.B. mit Gummistiefeln drauf steigen), das Ganze vergären und dann UNFILTRIERT brennen. In den Schalen sitzt der meiste Geschmack!

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