Fachfragen zum Schnapsbrennen



Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Diskussion
Rezepte
Fotogalerie
Berechnungen
   Verdünnen
   Mischen
   Zucker Alkohol
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 737 von 4273:

Moin nach Kärnten Herr Dr. Schmickl,
habe heute auf dem Hamburger Fischmarkt 6,6 Kg reife(Aprikosen) erstanden (für 2 Euro)und möchte diese morgen mit Turbohefe einmaischen. Leider kann ich den Seminarunterlagen in der entsprechenden Tabelle nicht den Fruchtzuckergehalt entnehmen.
Meine Fragen also:
Wieviel Zucker sollte ich hinzufügen (gedrittelt, ich weiß)?
Mit wieviel Wasser sollte ich verdünnen?
Muss ich nachsäuern? Ich habe noch keine Möglichkeit den PH-Wert zu bestimmen. Habe vorsichtshalber gleich eine Kiste Limetten (1,50 Euro) mit gekauft.
Für eine schnelle Antwort wäre ich dankbar, damit mir die Aprikosen nicht verderben.
Gruß
H.
PS: Auch wenn es bereits mehrfach hier erwähnt wurde: Die Neuauflage des Buches ist absolute Spitze! Ich wollte Ostern beim Seminar das Geld noch sparen, habe es mir zwischenzeitlich aber doch zugelegt.


Horst, Brennerland
24.Aug.2003 18:30:49


    Aprikosen (österr.: Marillen) haben ca. 8%vol. Wenn Sie den Zucker der Früchte berücksichtigen, dann geben Sie in Summe 231 g/l Maische dazu (wenn Sie den Fruchtzuckergehalt allerdings nicht berücksichtigen, erreichen Sie einen noch höheren Alkoholgehalt in der Maische, hierfür sind 380 g/l Zucker notwendig, was eher zu empfehlen wäre).
    Verwenden Sie möglichst wenig Wasser. Ansäuern müssen Sie bei Marillen ziemlich sicher. Vorsicht bei Limetten, Sie erhalten bei deren Zugabe auch den Geschmack in der Maische, ob dieser mit Marillen harmoniert, bezweifle ich. Aber die Limetten sind sicher nicht umsonst gewesen, es läßt sich daraus ein ausgezeichneter Geist herstellen. Zum Ansäuern wäre Zitronensäure bzw. Milchsäure besser. Beide sind geschmacklos, zum pH-messen verwenden Sie pH Meßstäbchen. Am einfachsten in der Handhabung ist Biogen M, da muß vorher nicht unbedingt der pH gemessen werden, einfach die Dosierungsangabe befolgen (2 - 4 ml je Liter) und fertig.
    P.S.: Freut mich, daß Sie auch auf das Buch gekommen sind!
    ;-)

<<< Eintrag Nr. 738 Eintrag Nr. 736 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN

Design und Implementierung:
Helge Schmickl