Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 793 von 4267:

Guten Tag Dr. Schmickl,
ich habe genau nach Ihren Angaben aus dem Buch einen Anisschnaps gebrannt. 12-15% Neutralalkohol und Anis ganz in den Aromakorb gegeben. Feinbrand von 82-92 Grad Celsius. Ergab einen klaren feinduftenden Anisschnaps von 70%, der angenehm schmeckt. Soweit so gut. Nur kann ich ihn herunterverdünnen so viel ich will, er wird partu nicht milchig, sondern bleibt klar.
Wo liegt der Fehler? Muß ich weiter runterbrennen, damit mehr ätherische Öle übergehen? Oder hätte ich auch Anis in den Alk. geben sollen und nicht nur in den Aromakorb? Ich bitte um Aufklärung.
Mfg Pillepallekarl


Pillepallekarl, Kärnten
09.Sep.2003 09:55:00


    Wenn Sie den Anischnaps auf 40-45%vol herunterverdünnen, wird er nicht trüb. Wird dem ca. 43%vol Schnaps 1:1 Wasser zugegeben, wird er milchig weiß (die Trübungsgrenze liegt etwa bei 38%vol).
    Bis 92°C ist mehr als genug, Sie können auch bei 91°C aufhören. Der Anis soll in den Korb und nicht in den Kessel, ist auch richtig.
    Allerdings können Sie niemals 70%vol Schnaps erhalten, wenn Sie bis 92°C destillieren und 12-15%vol im Kessel hatten. Sie erreichen dann ca. 49-51%vol, keinesfalls mehr.
    Fazit: Ihre Temperaturanzeige ist viel (!!!!) zu hoch, somit haben Sie viel zu früh mit dem Destillieren aufgehört und das ätherische Öl vom Anis ist nicht mitgekommen.

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Design und Implementierung:
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