Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 863 von 4286:

Hallo Herr Dr. Schmickl,
Ich habe eine Frage. Habe Schnaps gebrannt aus Mirabellenmaische, Vorlauf verworfen (50 Tropfen) und bei 90 Grad aufgehört. Die Konzentration des Fertigen Schnapses lag bei ca. 60-70 %, die Farbe war klar. Habe einen großen Emailkessel mit Vigreux-Kolonne und Kühler. 10 min nach dem Runterverdünnen (viel gerührt) mit gekochten Wasser (abgekühlt) ist die Lösung matt geworden. Wie kann ich das in der Zukunft verhindern ?
Danke im Voraus für die Antwort


Adam, Frankfurt am Main
25.Sep.2003 21:04:35


    Abkochen genügt da nicht, die Mineralien, die im Alkohol unlöslich sind und daher die Trübung hervorrufen, verschwinden nicht einfach beim Kochen, weil es sich um gelöste Feststoffe und nicht um flüchtige Substanzen handelt. Daher sollte zum Verdünnen nur entweder extrem weiches Wasser oder demineralisiertes Wasser aus dem Bau-/Supermarkt verwendet werden. Ist in 5 Liter Kanistern mit der (falschen) Aufschrift "destilliertes Wasser" erhältlich. Kosten: ca. 1,5 EUR je 5 Liter. Das sollte Ihnen ein guter Schnaps zumindest wert sein.
    Unabhängig davon kann eine leichte Trübung allerdings bei allen Steinobstsorten auftreten, hier hilft dann nur noch filtrieren.
    Vorgehensweise: Nach dem Verdünnen ca. 2 Wochen warten, sonst kommt es zu Nachtrübungen. Dann zwei Faltenfilter ineinander stecken und ein- oder mehrmals filtrieren, bis der Schnaps vollkommen klar ist. Notlösung: zwei Kaffeefilter mit Watte dazwischen und Schnaps vorher über Nacht in den TIEFKühlschrank. Funktioniert aber leider nicht immer, weil die Trübungen oft zu fein für Kaffeefilter sind.

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