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V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: Bob am 03.Jul.2016 18:39:51
Region: EU

Fortsetzung von ->Räuchern von Malz : http://www.schnapsbrennen.at/rezepte/20160306111314-01-01-01-01-01-01-01-01-01-02-01-01-01-01-01.html#20160306111314-01-01-01-01-01-01-01-01-01-02-01-01-01-01-01


Servus:

Versuch 23

25.4.2016

Ziel: 10 L rauchige Whisky Maische

Zuataten
2kg Melanion Malz
2kg selbstgeräuchteres Malz ... siehe Link

1 kg Karamel Makz
12 L Leitungswassser (Kalkarm)

Maischezeiten:

40min bei 50°C
60 min bei 62°C
30min bie 72 °C
1 min bei 78 °C

Aufälligkeiten:
Stark rauchiger Geruch beim brauen
Starker Rauch geschmack in der Maische... yeah!!!!


ERgebniss 9L Maische.

Alcotec Whiskyhefe und Zitonensäure zugegeben.
Gärung beginnt erst 1 TAg später.
Bei 16 °C RAumtemp. vergärt.

Nachdem Hauptgärung von Malz beendet ist, wird über 3 Etappen ingesamt 1300g Zucker zugegeben.
Es gärt sehr Langsam....

27.5.2016 fertig zum brennen....

Maische schmeckt nur noch ganz leicht nach rauch... -.-
Rauchgemschmack hat mit Verlauf der Gärung immer weiter abgenommen..
Theorie: Raucharomen werden ausgeblasen? Alternativ Theorie: Raucharoma sinkt zum Boden setzt sich am Boden ab? -> Langsame Gärung hinderlich?


Versuch 25 Whisky mit Raucharoma 2 mal gebrannt:

MAische: von Versuch 23

Anlage: Schnellkochtopf mit 20 cm Geistrohr

Whisky wird 2 mal gebrannt ( Grüße an "der wo" =)

3 mal RAubrände um der Gefahr des überschäumens entgegen zu wirken.

VOrlauf bei Räubrände abgetrennt: 30 +20 +20 = 70 ml Summe Vorlauf (entsorgt)

RAuhbrand: 1150 +1100+ 1500= 3700 ml Summe RAuhbrand +500 ml Nachlauf vom letzten Brand -> 4,2L ROhbrand mit ca. 28%.A

Feinbrand:

40ml Vorlauf ....79°C

81°C 550 ml 68% A.

84°C 450 ml 66% A.

85°C 250 ml 65% A.

88°C 250 ml 55% A.

81°C 100 ml 50% A.

Summe: 1600ml mit 65%A.

+200 ml H2O auf 63 %A. verdünnt.

1800 ml Feinbrand.

Auffälligkeit:

Bei 3ten Raubrand würde der Bodensatz leicht aufgewirbelt und die Maische schmeckte stärker nach Rauch -> daher Theorie das sich Raucharoma am Boden absetzt.

Geschmack:

28.5.2016

leicht speckig/rauchig, fuselig, mild, süßlich

63%A. LAgerung offen in Keller bei 16 °C RAumtemp. ; in 2 L Flache mit 2 mal 5cm langen Eichensticks (In Rotwein gelagert und Backrohr getrocknen, flammiert)


16.6.2016; 61 % A. leichter Rauchgeschmack, fuselig, mild

27,6,2016: 61 % A. -"-



Erkennisse/Fragen:

1. Nachlauf früher abtrennen, ansonnsten Fuselgeschmack zu stark (Geschmackssache)

2. Gärungsdauer hat Einfluss auf Raucharoma: hat hier jemand Erfahrung bzw. kann mir jemand diesen Effekt erklären? (Absetzten oder ausblasen?)
Wielange lässt ihr eure Whiskymaische stehen bevor ihr brennt?


Nächster Versuch mit Chateau Malz aus Beligien.


Mfg

Bob
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 V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: Bob am 03.Jul.2016 21:31:56
Region: EU

Anmerkung:

Unterschied 1 mal brennen vs 2 mal brennen:

1 mal brennen: Geschmack: kräftig mit Ecken und kanten, starker malz geschmack aber auch leichtes brennen und schärfe.

2 mal brennen: feiner, weniger (malzig) kräftig dafür aber auch milder und ohne brennen.

Muss " DER WO " recht geben ... es macht einen großen geschmacklichen Unterschied wie oft man brennt (und abtrennt).
Wobei ich beiden Varianten etwas Geschmakcliches abgewinnen kann... am Ende wohl Geschmacksache.

LG
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 RE: V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: der wo am 04.Jul.2016 15:46:33
Region: da wer

Du hast aus 9l stolze 3.7l rausgebrannt, da war sicher kaum noch Alk im Kessel. Wieviel % hatte denn der Nachlauf, den du zum Feinbrand mit in den Kessel gegeben hast? So 40%? Dann hatten die 3.7l so 26.5%, bzw die 9l Maische 10.8%. Da die 1.3kg Zucker 7.8% bringen, sind nur 3% vom Getreide. Du hast also aus 5kg Malz gerade mal 270ml Alkohol rausgeholt, das ist etwa 1/7 des möglichen!!!
Warum?
-Enzymschwache Malzsorten (Karamellmalz hat gar keine, Melanoidin wenig, dein selbstgeräuchertes unbekannt).
-Wahnsinnig dick gemaischt (5kg + 12l) und nur einen Aufguss gemacht, dadurch viel Zucker beim Abläutern verloren.
-Wie auch letztes mal Rasten wie für Bierbrauen statt für Whiskymaischen gemacht, dadurch den zu wenig Enzymen auch noch zu wenig Zeit gegeben und sie am Ende gekillt.

-1 Monat Gärung, aber dann nur 10.8%? Warum? Osmotischer Druck durch hohe Oechsle. Oechsle am Anfang und Schluß gemessen? Auch unvergärbare Zucker erzeugen osmotischen Stress für die Hefe.

-Raucharomen werden ausgeblasen (andere Aromen auch). Man muss viel in der Maische haben, damit am Ende genug übrigbleibt... Kann schon sein, daß im Bodensatz etwas mehr davon übrigbleibt. Deine Maische hat zwar lange aber sehr langsam gegärt. 10.8% ist zwar etwas mehr als bei Malt Whisky üblich (max 9%, nach max 4 Tagen ausgegärt), dadurch ist auch etwas mehr CO² entstanden und daher etwas mehr Rauch ausgeblasen worden, aber viel wird das nicht ausmachen. Außerdem hast du viel Malz pro liter verwendet und damit auch viel Rauch (wenn der Malz denn rauchig genug war).

-Wie schon letztes mal gesagt, deine Temperaturwerte passen nicht zu den Alkoholwerten. Wahrscheinlich zeigt dein Thermometer viel zu wenig an. Trotzdem richtest du dich wieder beim Abtrennen stur nach den 91°C... Wenn die 50% (= 94°C!) beim Abtrennen und die 65% insgesamt stimmen, hast du sehr spät abgetrennt.

"speckig/rauchig, fuselig, mild, süßlich"
Speckig verstehe ich nicht, du hast doch mit Torf geräuchert, nicht mit Holz. Mild ist wegen dem Doppeltbrennen. Süßlich kommt vom unvergärten Zucker (Spezialmalze, Bierbraurasten). Fuselig auch vom Zucker, vom osmotischen Stress und von dem späten Abtrennen.


So wird aus deinen Daten jedenfalls eine plausible Geschichte. Ich bin mir aber natürlich auch nicht sicher, ob ich bei jedem Detail richtig liege.
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 RE: V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: bob am 17.Jul.2016 21:34:00
Region: eu

Servus

Sorry für die späte Rückmeldung.

Ich glaube mich zu entsinnen das ich bis 3-4 % A. herruntergebrannt habe. Der beigefügte Nachlauf hatte so um die 35%A.

Anzumerken ist das die Maische noch einen leichten süßen geschmack hatte, also der Zucker nicht komplett vergärt wurde. Verwendet wurde eine Alcotec Whiskyhefe, diese schafft laut verpackung nur 11-12%A. -> es ist allso möglich das ich aus denn Körnern mehr herausgehollt habe.

Die Menge Zucker wurde gewählt weil im Buch vermerkt ist: besser zu viel Zucker als zu wenig.

Melanoidin wurde verwendet weil es gerade zufällig lagernd war.

SO dick wurde eingemaischt weil durch das Räucherverfahren sicher einige Enzyme zerstört wurden, da der Räucherprozess nur schwer steuerbar ist. -> mehr malz um dies zu kompenzieren.

Termometer zeigt ca.3 grad zu wenig an (neues ist bereits bestellt). Normal trenne ich bei Whisky schon bei ca 86-88 °C ca. 60 %A. ab, jedoch hast du glaube ich in einem der letzten Beiträge gemeint, das bei Whisky der Nachlauf später abzutrennen sei... daher habe ich Versuchsweise tief in denn Nachlauf hinein destilliert... auf ca. 50 %... ERgbniss wie erwartet fuseliger im Geschmack aber auch andere erdiger Geschmaksrichtungen die normal nicht dabei sind.... Geschmackssache... meinem trieft es nicht unbedingt... nächstest mal wieder 60 %.

speckig... ja die Räcuhermishcung hat am Anfang Buchenholz enhalten um das ganze räuchern in gang zu bringen.

lg
Bob

nächster Versuch mit belgischen Chateu MAlz. 40ppm
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 RE: V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: der wo am 19.Jul.2016 11:00:25
Region: da wer

Das weit runterbrennen beim Raubrand ist ok.

Die Empfehlung im Buch, mehr Zucker zu verwenden als nötig, gilt nur für Turbohefe mit hoher Alkoholtoleranz. Und überhaupt ist das ein Punkt, wo viele widersprechen würden. Ob der übrige Zucker vergärbar war, also ob der hohe Alkoholgehalt die Gärung gestoppt hat oder ob nichts Vergärbares mehr da war oder eine Mischung aus beidem, bleibt trotz des süssen Geschmacks ungeklärt.

Dick einmaischen hilft der Verzuckerung nicht. Das Verhältnis von Stärke und Enzyme bleibt ja gleich, egal wie viel Malz pro liter du nimmst.

Ich hab dir mal geschrieben, daß whisky mehr Nachlauf verträgt als Obst. Das war geschmacklich gemeint. Die Quelle, die ich dir geschrieben habe (und als pauschal bezeichnet habe, also in der Praxis nicht unter allen Umständen zutreffend), sagt 58% für Getreide, 60% für Obst (bei relativ früher Beendigung des Raubrands! Vielleicht daher sind die Feinbrandabtrennungsprozente von Glenirgendwas höher). Warum hast bei 50% abgetrennt, obwohl es geschmacklich nicht überzeugt und nicht einmal von der Zahl her passt? Einzelne Gläser zu sammeln, wäre da mal wieder die Rettung gewesen. Du trennst normal bei 60% ab? Beim bisherigen Einmalbrennen hast du zwei Grad früher aufgehört, stimmt, aber Einmalbrennen ist nicht wirklich vergleichbar.
Aber trotzdem tut es mir leid, dich da auf die falsche Fährte geführt zu haben.

Ich bin gespannt, was du zum Chateau Whisky Malz (welches ich kenne) sagst verglichen mit deinem selbst geräucherten.

Hier vor allem wegen dem unvergärbaren Zucker (Maischprozess) und den passenden Mengen (Verhältnis Malz zu Wasser) nochmal der link zu meinem whisky thread:
http://www.schnapsbrennen.at/diskussion/20151121120512-01.html
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 RE: V23 und V25 Whisky mit Raucharoma
von: bob am 01.Aug.2016 16:03:41
Region: eu

ui.... naja bis zur Hälfte in dem traed bin ich gekommen... da braucht man viel Zeit ^^.

besonders fand ich den Link zum Fachartikel und den Link zu den Schottischen Whiskyherstellen und denen ihre Produktionsdaten interessant(das diese so öffentlich verbreitet werden ist fragwürdig). 12 000L Fassungsvermögen... da geht was weiter =).
Interessant ist weiter das diese den Nachlauf bereits zwischen 72-60 %A. abtrennen.
... naja morgen werde ich deine restlichen Beiträge lesen.
Kennt jemand noch weitere Fachbücher, bzw Artikeln zum Thema Whisky Herstellung?

Chateau Whisky Malz habe ich ausprobiert: Malz und Maische haben tollen Rauchgeschmack gehabt... fertiger Whisky leider nur noch ganz wenig/nix... -.- hoffentlich wird er durch die Lagerung noch mehr (genaue Beschreibung folgt, sobald Zeit)

Hat eigentlich mal jemand versucht geräuchertes Malz in Whisky einzulegen? (wie einen Angesetzten) wie wird der Geschmack?

Weiter habe ich einen Versuch zur Lagerung durchgeführt:

400ml 60%A. Whisky bei RaumTemp. (Wohnzimmer) offen mit Holz gelagert (18-24 °C)
Ergebnis: nach 3 M. 52% A. Geschmack hat sich stark geändert.

400ml 60%A. Whisky bei Kellertemp. (Keller) offen mit Holz gelagert (ca.16°C / Luftfeuchtigkeit hoch)
Ergebnis: nach 3 M. 59% A. Geschmack hat sich nur ganz leicht geändert.
-> im Keller altert der Whisky langsamer.
Frage: Welche Lagerung ist besser?
Wenn am Ende der gleiche Geschmack herauskommt, wäre es nicht aufgrund vom Zeitfaktor besser Whisky beim Raumtemp. zu lagern?^^

Lg
bob
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 V26 Whisky Chateau Malz
von: bob am 02.Aug.2016 16:02:41
Region: eu

V26 Whisky Chateau Malz 40ppm über Torf geräuchert
3.7.2016

Zutaten:
3 kg Chateau Malz aus Belgien (Geschmack stark rauchig)
12 L Wasser
Maischezeiten:
30 min 55°C
60 min 64°C
30 min 71°C
5 min 79°C

Geschmack/Geruch: rauchig, malzig, süß

(Anmerkung: Ja nur 1 Aufguss; -> „Biermaische“ Maischezeiten gewählt weil: einerseits funktionieren sie andererseits will ich bei jeden Versuch nicht zu viele dinge auf einmal ändern –> Nach Verfolgbarkeit der Ergebnisse)

Mit nudelsieb abgeläutert. -> 9 L Maische
Mit Backhefe (obergärige Bierhefe) zum gären gebracht.

Gärort: Keller ca. 16 °C

Nach 1 Woche Turbohefe und 1 kg Zucker mit Gärstarter zugesetzt.
1 Woche später wieder 1 kg Zucker zugesetzt.
24.7.2016 ausgegärt -> Geschmack: Bitter, rauchig malzig

V29 Brennen 24.7.2016
Maische 9L +3L nachlauf 15% vom letzten W. Brand

Raubrand:
Vorlauf bis 79,5 °C 40 ml ca. 73 %A.
Rest ab 79,5 °C bis 98 °C bis nur noch 5%A. herauskommen.

Anmerkung: Termometer spring von 80 auf 83,5°C sprunghaft

Ergbniss: ca 4,3L mit 42 %A.

Feinbrand mit diesen 4,3 L:

Vorlauf bis 79,5 °C 40ml mit 70%A.
Feinbrand bis 89,2°C 58%A.
Rest Nachlauf bis 98,5 °C -> 1,5L mit 20%A.

Ergebnis: Feinbrand 2L mit 69%A.
Mit 300ml H2O auf 2,3 L 60 %A. herabgesetzt
Lagerung: Offen; mit Kernholz Europäische Eiche 5 cm im Backrohr geröstet (davor in Rotwein eingelegt)

Geschmack 24.7.2016: malzig, ganz wenig rauchig, leicht scharf, leicht fuselig.

Fragen:
Wird der Rauch Geschmack mit der zeit stärker?
Spielt die Hefe beim Geschmack eine rolle; bzw. welche obergärige Hefe könnt ihr mir empfählen?
Hat mal jemand versucht Malz einzulegen ( Angesetzter), bzw. kann dadurch Raucharomen erzeugt werden?

MFG
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 RE: V26 Whisky Chateau Malz
von: der wo am 03.Aug.2016 11:47:39
Region: da wer

Zu deinem ersten post:

- Hm. Mit dem Chateau Whisky hab ich einen ziemlich stark rauchigen Whisky hinbekommen. Verwechselst du es vielleicht? Es gibt das Chateau Peated mit nur 5-10ppm Rauch, das Chateau Whisky Light mit 15-25ppm und eben das Chateau Whisky mit 30-45ppm.
- Ich glaube nicht, daß der Rauchgeschmack mit der Lagerung noch stärker wird. Aber auch mit wenig Rauch kann er ja gut werden.
- Daß so früh abgetrennt wird, liegt glaub ich auch daran, daß der Nachlauf vom vorigen Feinbrand mitgebrannt wird. Mehr Nachlauf im Kessel -> früher abtrennen.
- Googel mal "das elektronische Whisky Buch". Überhaupt auf der Seite des Autors gibt es noch viele Infos. Und etwas andere als hier, da es nicht ums Selbermachen geht.
- Wieviel ml waren denn jeweils noch übrig von den 400ml und wie lange hat das Verdunsten gebraucht? Was heißt offen? Mit Tuch abgedeckt? Kleines Loch oder komplett ohne Deckel?
Natürlich verdunstet bei Wärme mehr. Auch alle anderen Prozesse laufen schneller ab. Aber wenn es keine Grenze gäbe, könnte man den Schnaps ja einfach 1 Tag auf 50°C erhitzen, dann wäre er genug "gealtert".


zum zweiten post:

- 1/7 der Stärke vergärbar machen würde ich nicht als funktionieren bezeichnen. Aber mal schauen wie viel es diesmal war: 4.3l 42% = 1.8l Alk. Davon war 3l 15% = 0.45l vom Nachlauf, bleiben noch 1.35l übrig. Deine 9l Maische hatte also 1.35l Alk. Oder sagen wir 1.45l, da noch ein bisschen im Kessel war und du Vorlauf abgetrennt hast. Das bedeutet, sie hatte 16.1%. Davon waren 6.5% vom Zucker und also 9.6% vom Malz. 9.6%, das ist kein schlechtes Ergebnis. Warum diesmal besser? Wahrscheinlich waren die enzymschwachen Malzsorten (Spezialmalz und selber geräuchertes) letztes Mal das Hauptproblem.
Eine Messung mit Oechslespindel vor und nach der Gärung wäre aber trotzdem sinnvoll gewesen. Dann könnte man sehen, wie viel das Biermaischen geschadet hat, bzw was anderts noch rauszuholen gewesen wäre.
- VOR dem Rösten in Rotwein eingelegt? Normalerweise werden Fässer erst gebaut und dann befüllt. Und dann wiederbefüllt.
- Wenn ich mir in deinen posts deine gesammelten % / °C -Werte anschaue, werde ich nicht ganz schlau:
88°C 55%
89°C 47%
89.2°C 58%
Daß dein Thermometer zu niedrig anzeigt, war ja schon klar. Aber daß es so schwankt, macht es vollkommen nutzlos. Ich hoffe dein Alkoholmeter ist ok, sonst ist alles Geschreibsel nutzlos...
- Daß so wenig Rauch rüberkommt, könnte natürlich auch an dem Zucker liegen. Hättest du diesen Zucker aus Rauchmalz geholt, wäre auch mehr Rauch in der Maische. Und eine Gärung auf so hohe % sorgt natürlich auch für mehr CO², welches dann mehr Rauch nach draußen treibt. Ist aber nur eine Vermutung.
- Wie schnell hast du denn den Feinbrand destilliert? Vielleicht wegen hoher Geschwindigkeit fuselig?

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 RE: V26 Whisky Chateau Malz
von: Bob am 06.Aug.2016 22:35:12
Region: EU

- Auf der Rechnung steht Chateau Whisky mit 30-45ppm, weiter war die Lieferzeit 8 Wochen da dieses Malz ausverkauft war -> da ich allerdings keinen Vergleich habe kann ich nicht beurteilen ob ich nicht doch beschießen worden bin =). (Jedoch das Malz schmeckt definitiv nach Rauch).
- Auch die Maische hat stark nach Rauch geschmackt -> nur der Geschmack hat sich nicht in den Whisky übertragen... gibt es da irgend einen Fehler beim Brennen?
Werde in 500ml Chateau Whisky mit 30-45ppm einlegen und untersuchen ob sich so Rauch aroma übertragen lässt.
-Beide für 3 Monate gelagert. Bei Kellerlagerung ist otisch nichts verdünstet. Bei Raumtemp. ca. 40 ml.
Gelagert beide in 1 L Standertflaschen, mit Baumwolltuch abgedeckt. Welche Alterung ist besser? Langsam oder schnell?
-Das Termomether der vorletzten Versuche wurde gegen ein besseres ausgetauscht. DAs neue hat eine Messabweichung von +/-0,25 und sollte bessere Ergebnisse liefern. -> messe mit Refraktometer
-die Maltoserast ist für die Verzuckerung und somit für den Alk. Gehalt entscheident. Wieviele Enzyme in der fertigen Maische enthalten sind spielt für den Alk. Gehalt keine Rolle (jedoch scheinbar für den Geschmack). Der Grund für 2 oder 3 Aufgüsse ist rein die Ausbeute zu erhöhen (Zucker vom Malz auszuwaschen), da ich bis jetzt Zucker zugegeben habe und mir die Qualität wichtiger ist als Menge, habe ich dies noch nicht getestet. -> wird auch getestet sobald ich das Rauch Rätsel gelöst habe =) -> werde beim nächsten mal auch die Rast bei 79°C weg lassen damit die Enzyme in der Maische überleben um zu sehen ob dies Geschmackliche vorteile bringt.
- Raubrand ca. 5 h. -Feinbrand ca. 2 h 30 min.
Wenn ich mir die angaben der Gewerblichen Destillne anschaue wahrscheinlich eindeutig zu LAngsam/schnell... (Feinbrand ca. 6h; Raubrand 2h)

-> nächster Versuch kein Zucker, keine 79°C maischen, eventuell 2 Aufgüsse (mal schauen ob ich ein größeres Gärgefäß finde...) Feinbrand möglichst langsam, Raubrand möglichst schnell.

Noch andere Ideen um möglichst viel Rauch mitzubekommen?

Wobei ich anmerkung muss das der Whisky aus Chateau Malz wirklich gut geworden ist. -> sicher mein besstes Ergebniss bis jetzt.

Mfg
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 RE: V26 Whisky Chateau Malz
von: der wo am 09.Aug.2016 12:09:08
Region: da wer

- Das Chateau Whisky, das ich aus Irland bestellt hatte, roch sehr stark nach kaltem Aschenbecher. Überhaupt nicht nach Holzfeuer oder so.
- Keine Ahnung, wie das Einlegen wird. Trüb wird es leider werden. Aber sicher ein interessantes Experiment.
- Langsam oder schnell altern? Jede Alterung die wir Hobbyisten machen ist ja vergleichsweise schnell. Ich würde so lange schnell altern, bis du ein paar Selbstgebrannte im Schrank hast, und dann der Sache mehr Zeit geben. Die Alterung direkt kann man ja nicht beschleunigen, nur manche Effekte der Alterung, zB Verdunstung oder Holzextraktion. Ich würde eher warm lagern (chemische Prozesse fördern), aber dann musst du ev. die Verdunstung begrenzen, also die Öffnung verkleinern oder dichter machen.
- und das neue Thermometer zeigt beim Wasser destillieren 100°C an? Wenn nicht, was ist deine Seehöhe? Weil 98°C ist nicht 5% sondern 20%. 5% wäre 99°C. 89.2°C ist nicht 58%, sondern 66%. 58% wäre 91.7°C. Warst du bei den 98°C auf 300 Höhenmetern und bei den 89.2°C auf 750? Dann passts ;-)
Also hauptsache dein Refraktometer stimmt.
- Maltoserast: Das gibt es nur für Bier... Beim Bier ist sie für die Vergärbarkeit zuständig. Wieviele Enzyme am Ende in der Maische enthalten sind, ist entscheidend für die Ausbeute bei Whisky. Und meiner Meinung nach ist eine gute Ausbeute auch für den Geschmack wichtig, bzw unvergärter Zucker schlecht für den Geschmack. Der Grund für mehrere Aufgüsse ist neben der Ausbeute, den ersten Aufguss so schonend zu machen, daß Enzyme überleben und während der Gärung weiterarbeiten. Nach 60min 64°C ist die Betaamylase komplett tot. Das ist das Problem. Die Stärke, welche danach noch gelöst und verflüssigt wird, wird nicht mehr vergärbar. Wenn du hier etwas optimieren willst, brauchst du zur Kontrolle unbedingt eine Oechslespindel. Nur nach dem Geschmack urteilen ist unzuverlässig, da es so viele Faktoren gibt, an denen es liegen kann.
- auf wormtub.com ist der durchschnittliche Raubrand 4.8h lang, der Feinbrand 7.1h. Richtig schlecht finde ich deine Zeiten nicht. Ich glaube nicht, daß du grundsätzlich da viel verbessern kannst. Vor allem hat zu wenig Rauch nichts mit dem zu schnellen Feinbrand zu tun.
- ohne Zuckerzugabe und mehrere Aufgüsse bedeutet natürlich relativ wenig Wasser jedesmal. 8% Alk wäre ein schönes Ergebnis.
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 RE: V26 Whisky Chateau Malz
von: bob am 14.Aug.2016 21:36:20
Region: eu

DAs Chateau Whisky kam aus Belgien und war groß mit CHÄTEAU WHisky (rot umramd) beschriftet. -> richt nach rauch -> jedoch nicht so stark wie ein Aschenbecher.

werde im Keller weiter Langsam altern... mal sehen was rauskommt.

Wasser kocht bei 88,5 °C bei meiner Anlage aktuell.

Habe bereits eine neue Maische gemacht, nach deinem Vorgaben mit 2 Aufgüssen ( Enzyme sollten überlebt haben), ohne Zucker, werde Denn Roh´brand möglichst schnell brennen und Feinbrand langsam... wenn dann noch kein Raucharoma mitkommt werde ich mal beim Malzverkäufer anklopfen.

Beim eingelegten Korn tut sich einiges.... Rauchgeschmack und Malzgeschmack sind nach 1 Woche stärker geworden... Trübung gab es bis jetzt noch keine.

Mfg
Bob
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 V31 Whisky Chateau Malz ohne Zucker
von: bob am 06.Sep.2016 14:59:11
Region: eu

Whisky Chateau Malz ohne Zucker:
7.8.2016

Maischen nach der Wo (3 Aufgüsse)

Zutaten: 3,1 kg Chateau Malz
Summe: 13 L Wasser

3 Aufgüsse bei 62 °C 72°C und 80 °C

Ergebniss 9,5 L Maische
süß, malzig, leicht rauchig

12.8.2016
1. Brennen: Vorlauf bei 79,2 abgetrennt rest bis 89,5 °C.
ERgebniss; 4.2L mit 20%A.

2 Brennen -> ERgebniss 950 ml mit 60 % -> LAgerung offen in Flasche mit Eicheholz

Geschmack 6.9.2016:
rauchig (stärker als bei letztem mal, jedoch nicht wirklich star/ stark malzig/ dunkel/ ganz leicht Nachlauf.

LErning: Ohne Zucker defenitiv mehr geschmackt -> jedoch mit Zucker ist der Geschmack irgendwie feiner -> ohne Zucker mehr roher.... eventuell 3 mal brennen notwendig.

defenitiv mehr rauch Aroma -> jedoch nciht genug.

Von der ALkohol ausbeute hat das maische Verfahren keinen grandioesen Unterschied gemacht, -> Geschmnack kann man schlecht beurteilen da kein dirketer vergleich möglich.
-> nächstes mal wieder nur 1 Aufgruss da weniger Arbeit -> eventuell 1 L Maische nach 62C° abschöpfen und in Masichekübel lagern um Enzmyme nicht zu zerstören.

Habe MAlz bei Hersteller reklamiert und bekomme einen neuen Sack.

Mfg
Bob
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 RE: V31 Whisky Chateau Malz ohne Zucker
von: der wo am 07.Sep.2016 10:49:15
Region: da wer

Nur als Korrektur, weil du "Maischen nach der Wo" schreibst: Ich mache nicht drei Aufgüsse bei 62°, 70° und 82°, sondern nur zwei. Und zwar mit 60° und 75° heißem Wasser. Macht aber glaub ich nichts.

3.1kg Malz und insg 13l Wasser passt jedenfalls. Daß du nur 9.5l rausgeholt hast, ist etwas schade. Ich läuter immer durch einen Sack und presse dann das Malz aus. Dadurch verliere ich nur 1l, bekomme also 12l statt 9.5l raus.

Du hast aus 9.5l Maische 4.2l 20% rausgeholt und warst erst bei 89.5°C? Am Ende war doch sicher keinerlei Alkohol mehr im Kessel und Destillat und daher muss die Temperatur doch irgendwo bei 100°C gewesen sein? Wie gesagt, deine Thermometerwerte sind bisher immer sehr fragwürdig gewesen.

4.2l 20% sind 840ml Alk. Also hatten die 9.5l 8.8%. Super Ergebnis. Fast ein bisschen zu gut. Vielleicht kommen die hohen Prozente vom mangelnden Pressen beim Abläutern, da war ja am Ende kaum noch Zucker, nur Wasser und Geschmack im letzten Aufguss. Wenn du das raugepresst hättest, hättest du am Ende vielleicht die rechnerischen 12l mit 7.5% gehabt.

950ml mit 60% sind 570ml Alk. Vielleicht etwas spät abgetrennt (bez. Feinbrennen von Getreide mit einer Potstill hab ich aber nicht viel praktische Erfahrung).

"Von der ALkohol ausbeute hat das maische Verfahren keinen grandioesen Unterschied gemacht"
Auf jeden Fall aber ein sehr gutes Ergebnis. Viel mehr ist nicht möglich. Und das letzte mal war ja auch Zucker dabei und auch Nachlauf vom letzten mal, ist also etwas schwer zu beurteilen. Aber probier es ruhig wieder anders. Letztes mal war die Stärkeumwandlung ja auf jeden Fall ok. Dann hättest du auch einen besseren Vergleich.
"eventuell 1 L Maische nach 62C° abschöpfen und in Masichekübel lagern um Enzmyme nicht zu zerstören."
Guter Plan. Vielleicht auch am Ende beim Abläutern über das Malz noch 1l heißes Wasser gießen, dann läuft das Zuckerwasser unten raus und im verbrauchten Malz geht weniger Zucker verloren.
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 RE: V31 Whisky Chateau Malz ohne Zucker
von: Bob am 09.Jan.2017 10:19:22
Region: eu

Nachtrag:

Sorry Zahlendreher: 1 Brand bis 98,5°C...0 % A. im Kessel

Lg
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