Rezept-Forum Schnapsbrennen

In diesem Rezept-Forum Schnapsbrennen dreht sich alles um Schnaps-Rezepte. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln (siehe Hilfreiche Tipps zur Benützung).

Traubenmaische / Anfänger

Lars am 08.09.2014 21:25:44 | Region: Deutschland
Ich möchte meine erste Traubenmaische ansetzen, die Trauben sind reif, deshalb eilt die Zeit etwas. Ich habe eine Frage zur Hefe. Welche Hefe soll ich verwenden? Reinzuchthefe oder Turbohefe? Hat jemand einen Tipp welche Hefe genau in Frage kommt ?

Danke

RE: Traubenmaische / Anfänger

Hydroxyethan am 09.09.2014 13:19:21 | Region: Europa
Lieber Lars!

Geht alles, hängt von Deinem Zugang und Deiner Investitionsbereitschaft ab. Aber bitte Öchsle anpassen! Auch ordimäre Backhefe liefert brauchbare Ergebnisse. Bei Trauben find ich Sherry- oder Portweinhefe schön, die bringt auch 2-3 Umdrehungen mehr ;) Wenn Du hast, spendiere der Hefe auch ein bisschen Thiamin, evtl ein wenig DAP. Ist aber nicht unumgänglich notwendig.

MFG Hydroxyethan

RE: Traubenmaische / Anfänger

baerbeli am 08.10.2014 10:01:20 | Region: Mosel
Hallo Lars,
ich habe gerade spaßeshalber von meinem Hausstock im Garten die Trauben vergoren. Als Hefe habe ich Flüssighefe verwendet, und zwar Portweinhefe. Es ist aber nicht wichtig, welche Hefe du verwendest, denn im Gegensatz zu der Meinung vieler, dass Portweinhefen einen irgendwie gearteten Portweingeschmack machen, tun sie dies nicht. Es gibt allerdings für verschiedene Maischensorten Hefeempfehlungen.
Ich bin folgendermaßen vorgegangen: Die Trauben entrappt, mit der Hand zerquetscht und in einen Glasballon getan. Die Öchslegrade mit einer Senkwaage gemessen.Brrrr, zu wenig!! Auf 5 Liter Maische habe ich ein Kilo Zucker hinzugegeben. Hefe dazugegeben. Die Hefe habe ich vorher in einem halben Liter Traubensaft vom Winzer vermehrt.Antigel hinzugeben!Bißchen Nährsalz.
Nach drei Tagen das Flüssige abgezogen, die Trauben mit der Hand abgepresst. Die Gärung verlief bei 18 Grad Kellertemperatur stürmisch und war nach weiteren 3 Tagen schon beendet. Nach 14 Tagen habe ich den klaren Wein vom Trub abgezogen und weitere 2 Wochen stehengelassen. Dann mit einer Druckfilteranlage gefiltert.
Das Ergebnis ist ein süß/saurer Wein, den ich nicht mehr brenne, dafür schmeckt er zu gut. Vor allem mit einem Schuss selbstgemachten Holunderblütensirup. Von den ursprünglich 5 Litern Maische sind knapp 3 Liter Wein übriggeblieben.
Für Weinbrand besorge ich mir lieber vom Winzer hochprozentigen Literwein. Gibt es schon ab 3 Euro/Liter in wirklich guter Qualität. Bei 12% Alk ergibt das 600ccm Alk, ungefähr 1,3 Liter Alk. mit 45%. Die Qualität eines Winzerweins kann man mit eigenen Trauben nie erreichen, es sei denn, man hat auch die richtigen Traubensorten, entsprechend Ahnung und wohnt in einem Gebiet, wo die Sonne scheint und der Boden geeignet ist.
Prost-ata

der hans vom baerbeli