Rezept-Forum Schnapsbrennen

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Zwetschgenmaische

Stefan Kurka am 13.08.2018 10:25:35 | Region: Salzburger Land
Hallo Zusammen,

da wir in diesem Jahr viele Zwetschgen will ich als Neuling eine Zwetschgenmaische herstellen;
als Test habe ich folgende Zusammenstellung gewählt:
ca 7 kg Zwetschgen ohne Kerne püriert, 5 g Hefeextrakt + Nährsalze für Beeren und Steinobst, 30 ml Biogen M
da der Maische Brei recht dick war habe ich noch ca. 1,5 ltd. Leitungswasser hinzugegeben.

Das ganze in einem 20 ltd. Gärfass aber keine Gärung?

Was habe ich falsch gemacht oder braucht es seine Zeit?

Gruß

Stevie_la

RE: Zwetschgenmaische

Thomas am 21.06.2020 10:39:47 | Region: Isernhagen
Hallo,
vor vielen Jahren hatten wir auch mal zu viele Zwetschgen. Damals hatte ich noch keine Ahnung von allen Feinheiten der Maischeherstellung. Darum ging ich wie folgt vor:
Ich kaufte im Baumarkt einen Maurerkübel, eine Blautonne mit Deckel und ein Gärventil. Dann habe ich die Zwetschgen in den Kübel getan. Der war dann halb voll. Mit dem Gartenschlauch füllte ich Wasser dazu und habe die Ernte grob gewaschen. Dabei noch ein paar schlechte raussortiert. Das Wasser habe ich dann abgegossen. Als nächstes stieg ich barfuß - wie im italienischen Heimatfilm - in den Kübel, um die Früchte zu zerquetschen. Sehr schnell wechselte ich zu sauberen Gummistiefeln. Nachdem alles schön matschig war, kippte ich alles in die Blautonne. Dazu gab ich noch das selbe Volumen frisches Wasser - einfach nach Gefühl und Geschmack. Mir war das grade süß genug. Dann habe ich den Deckel draufgelegt. Nach zwei Tagen kippte ich den Inhalt vorsichtig zurück in den Kübel. Die Kerne hatten sich vom Fruchtfleisch getrennt. Also, Kerne weg und alles wieder zurück in die Tonne. Mittlerweile hatte ich mir aus dem Baumarkt Gärhefe "burgunder" geholt. Die gab ich dazu und verschloss diesmal die Tonne mit Gärventil. Nach ca. zehn Tagen wurde das Blubbern weniger und ich konnte den ersten Brennversuch starten.
Nachdem ich jetzt weiß, dass es einen optimalen Zuckergehalt, pH-Wert und andere Faktoren gibt, bin ich schon erstaunt, dass es damals alles geklappt hat.